Posts Tagged ‘Yogalehrer’

Der Yogalehrer muss in den Schüler hineinspüren

Mittwoch, Dezember 29th, 2010

Der Yogalehrer muss in den Schüler hineinspüren, dem Teilnehmer sagen worauf es in der Stellung bei der Krankheit ankommt und der Schüler muss selbst spüren was ihm hilft. Es gibt manche Rückenprobleme, da ist tägliche Übung das A und O und bei manchen ist es hilfreicher, wenn die Menschen nur jeden 2. oder 3. Tag die Asanas üben. An den anderen Tagen können dann Tiefenentspannung oder Pranayama geübt. Das ist unterschiedlich. Vom energetischen her gilt natürlich, täglich üben ist gut.

Der nächste Punkt ist: Die eigenen Grenzen kennen und beachten!
Es gibt juristische, fachlich-ethische, emotionale und karmische Grenzen.
Die Ausübung der gewerblichen Heilkunde ist den Ärzten, Heilpraktikern vorbehalten. Wenn jemand kein Geld für etwas verlangt ist es nicht gewerbliche Heilkunde. Ihr dürft auch Kollegen oder Familie konkrete Ratschläge geben ohne in Probleme zu geraten. Wenn ihr ehrenamtlich arbeitet gäbe es auch kein Problem wenn ihr jemanden etwas sagt. Wenn ihr Kurs gebt, dann muss klar sein, die Kursteilnehmer zahlen für den Kurs und nicht für eure Ratschläge. Dann gilt es aber auch keine Diagnose zu stellen. Ihr könnt sagen, für mich könnte das oder das sein, für mich klingt es so und dann anschließend zum Arzt oder Heilpraktiker schicken um es abzuklären. Man kann auch sagen, es könnte das oder das sein und wenn es das wäre, dann könntest du das oder das ausprobieren. Aber keine gesicherte Diagnose geben.

Auch solltet ihr kein Rezeptyoga machen. Man kann sagen bei dem oder dem kann das oder das hilfreich sein. Probier was dir hilft. Oder frage deinen Arzt oder Heilpraktiker ob das oder das bei deinen Problemen hilfreich ist. Dann könnt ihr die Übungen dem Schüler mitnehmen und er kann diese seinem Behandelnden Arzt oder Heilpraktiker zeigen.

Mystisches Verständnis der Dinge

Sonntag, Februar 8th, 2009

Irgendwann um 1985 herum, nachdem ich eine Yogalehrerausbildung absolviert hatte, hielt ich mich in Grass Valley in Kalifornien auf, wo Swamiji einen Workshop gab. Ich hatte früher öfters mit ihm in einigen rechtlichen Angelegenheiten für die Organisation zusammen gearbeitet, so daß er mich ein wenig kannte. Er sagte gewöhnlich, daß Juristen eins der merkwürdigsten Karmas zu bearbeiten hätten. Ich denke, er schenkte mir ein wenig besondere Aufmerksamkeit, gerade weil ich ein Jurist war. Er wußte, daß ich versuchte, ein spirituelleres Leben zu führen, obwohl ich zur selben Zeit durch die Jauchegrube von Lügen usw. ging, was Juristen notwendigerweise in ihrem Beruf tun müssen. Er hatte wirklich mystisches Wissen darüber, wie merkwürdig es für einen Rechtsanwalt in jeglichem spirituellem Kontext ist.
Während des Kurses im Workshop auf der Farm nahm er mich zur Seite, um sich mit mir und dem Leiter der Farm zu treffen und über die Farm bezüglich des Grundbesitzrechtes zu sprechen. Das Haupthaus mit 1600 m² Land und die 800 m² Land, auf der Swamijis Haus und der Durgatempel standen, waren durch das 800 m² große Land des Nachbarn voneinander getrennt. Über Jahre hinweg waren die Schüler über das Land des Nachbarn marschiert. Es gab sogar einen Trampelpfad.
Swamiji beauftragte mich, den Durchgang der Schüler rechtlich für die Organisation zu schützen, da sie es über 10 Jahre hinweg ohne Protest oder Behinderung getan hätten. Als ich ihm sagte, daß das nicht möglich sei, ohne die Rechte formell vom Besitzer zu erwerben und dies offiziell in der Kreisstadt protokollieren zu lassen, entgegnete er mir, daß das falsch sei und ich mich darum kümmern sollte. Ich würde nie mit Swamiji diskutieren, aber ich wußte, daß ich Recht hatte.
Meine Nachforschungen, die sich auf bisher unbekannte Fälle in Kalifornien bezogen, ergaben genau, daß Swamiji doch richtig lag. Er hatte grundsätzlich Recht und ich war im Unrecht. In dieser Art Grundstückslast verlangte das Gesetz die Zahlung einer Steuer für die letzten fünf Jahre und einen Zivilprozeß, um diese Rechte als eine offizielle Angelegenheit niederzulegen.
Ich schickte Swamiji einen Bericht über meine Resultate, in dem ich die Meinung vertrat, daß es nicht ratsam sei, diese Grundstückslast einzuklagen, da dies zu Spannungen zwischen den Einheimischen von Grass Valley und der Farm führen könnte. Swamiji schickte mir die Nachricht zurück, daß er mit mir hundertprozent übereinstimme. Nach diesem Ereignis hatte ich das Gefühl, daß Swamiji mir und meinem Rat in allen unseren Angelegenheiten vollkommen vertraute. Irgendwie hatte ich mir seinen Respekt verdient. Und seit diesem Ereignis wußte ich, daß Swamiji wirklich ein höheres Wissen besaß, ein außergewöhnlich mystisches Verständnis der Dinge, die wir Sterblichen nie ganz erfassen konnten. Wie sonst konnte ein spiritueller Mann aus Indien solch ein spezifisches Wissen über Grundstückslasten in Kalifornien haben?

Larry Allman
Los Angeles, CA

Aus: “The Yogi”, Biography of Swami Vishnu Devananda von Gopala Krishna

Informationen über die Ausbildung zum Yoga-Lehrer gibt es hier.

Joan Dobbie berichtet über ihre Mantraeinweihung

Samstag, Januar 31st, 2009

Morgen würde Swami Vishnu 50 Jahre alt werden. Es war ein großes Fest und ein Dinner geplant. Heute wollte er Mantras verteilen und ich sollte meins bekommen. Wir standen zitternd in einer langen Schlange, knietief im Schnee. Wir fasteten seit dem vorigen Tag. Ich war hungrig, mir war kalt und ich war nörgelig. Die meisten hielten Früchte in den Händen, Geschenke für Swamiji, aber ich hatte nur eine kleine Plastiktüte mit klumpigen Keksen, die meine Kinder gebacken hatten. Ich wollte ihm ein bedeutungsvolles Geschenk geben, ein Geschenk, das von Herzen kam. Und ich vermißte meine Kinder. Phil, mein Lebenspartner und Yogalehrer, stand mit mir in der Schlange. Er erzählte mir, wie wunderbar es sein würde, wenn ich mein Mantra bekäme und daß etwas Magisches geschehen würde. Wie erhaben ich mich fühlen würde, wie glücklich. Ich war immer zur Hälfte Zynikerin und zur Hälfte Gläubige gewesen. Eine Hälfte von mir glaubte, daß dieser ganze Mantrakram lächerlich war. Die andere Hälfte war aufgeregt, hoffnungsvoll und ein bißchen ängstlich. Phil zeigte mir eine Liste von Mantras in einer Yogabroschüre. Es gab ein bestimmtes Mantra, das mich anzog, aber Phil meinte, ein anderes sei besser. Ich wußte nicht, welches ich wählen sollte. Die Schlange wurde kleiner und kleiner, und ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Dann war ich alleine mit Swamiji. Er fragte mich, für welches Mantra ich mich entschieden hätte. Ich sagte es ihm. Er gab mir ein Zeichen, mich hinzuknien. Er wiederholte das Mantra, legte seine Hände auf meinen Kopf und das Mantra wurde lebendig, setzte sich in mein Herz und begann, für sich selbst zu sprechen. Der Klang machte mich ganz krank. Ich drückte ihm die Kekse in die Hand und schwankte aus dem Raum, mir war übel und schwindlig. „Wie war es?“ fragte Phil und lächelte sein weites, einladenes Lächeln. Ich konnte noch nicht einmal antworten. An diesem Abend konnte ich nicht essen. Ich konnte nicht mit Phil die Nacht verbringen. Die ganze Nacht kauerte ich im Baderaum, ich schluchzte und mußte mich übergeben. Das Mantra war wie eine Krankheit, wie eine unerwartete Schwangerschaft. Es hatte sich in meiner Brust festgesetzt., ein fetter, schwarzer Klumpen in meinem Herzen und es hörte nicht auf, für sich selbst zu sprechen. Der Morgen kam, Silvestertag, und dann der Zeitpunkt für Swamijis Geburtstagsfest. Der Speisesaal war voll mit Menschen aus der ganzen Welt, die in allen Sprachen dieser Welt lächelten. Wir knieten oder saßen auf Kissen am dem überaus langen Essenstisch. Swamiji saß am Kopfende des Tisches, alle lächelten. Nur ich lächelte nicht. Mir war so schlecht, daß ich kaum atmen konnte. Ich konnte noch nicht einmal mein Essen probieren. Dann war es so, als würde ich mir selber zuschauen, wie ich aufstand, den Tisch entlang taumelte, über die Arme der Menschen, über ihre Köpfe, ihre Kinder hinweg, „Entschuldigung, Entschuldigung, Entschuldigung..“ Bis ich am Kopfende neben Swamiji angelangt war. „Bitte,“ flehte ich, „Ich muß Sie sehen.“ Er sagte mir, ich solle gegen zwei Uhr in sein Häuschen kommen. Um zwei Uhr war ich dort. Er hatte noch andere Gäste, eine Familie aus Indien, Mutter, Vater und Sohn. Ich erinnere mich an folgendes: Als ich zu Swamijis Tür kam, sagte er zu dem Jungen, daß sein Name auf Sanskrit „Unterscheidungsvermögen“ hieße und daß das ein sehr bedeutender Name sei. Er sollte über seine Bedeutung nachdenken. Als er sprach, ging Swamiji im Raum herum und servierte von einem kleinen Tablett die Kekse, die meine Kinder gebacken hatten. Die Gäste aßen die Kekse und sagten ihm, wie gut sie seien. Dann gingen die Gäste und ich war allein mit ihm. „Und?“, fragte er mich. „Es ist das Mantra,“ stammelte ich. „Ich habe das falsche Mantra ausgesucht. Bitte, ich brauche ein neues Mantra.“ Swamiji lachte in sich hinein. „Du brauchst kein neues Mantra,“ sagte er. „Das Mantra hat kein Problem. Du hast ein Problem. Komm hierher.“ Also kam ich näher und er ließ mich vor sich niederknien. Dann murmelte er einige Worte in Sanskrit und legte seine Hände auf meinen Kopf. Als er das tat, gingen durch meinen Körper kraftvolle Wellen, durch mein ganzes Sein. Als ich aufstand, war mir schwindlig vor Glück. Eigentlich hatte sich nichts verändert. Das Mantra war noch da, stärker als jemals zuvor. Es wiederholte und wiederholte sich in meinem Herzen, aber anstatt wie ein Parasit fühlte es sich warm an, wie Liebe, die in mir pulsierte. Später traf ich Phil auf dem Weg zum Krishnatempel und zeigte ihm ein riesiges Lächeln. „Siehst Du?“ sagte er zu mir. Das Mantra hörte nie auf und verließ mich nie. Heute, fünfzehn Jahre später, fast ein Jahrzehnt, seitdem ich Phil das letzte Mal gesehen hatte, fünf Jahre nach dem Tod meines Vaters, ein Jahr nach dem Wegggang meines jüngsten Kindes, sechs Monate nach dem Tod Swamijis, ist es das Einzige, worauf ich mich verlassen kann. Joan Dobbie Eugene, Oregon Aus: “The Yogi”, Biography of Swami Vishnu Devananda von Gopala Krishna Informationen über die Ausbildung zum Yoga-Lehrer gibt es hier.

Yogalehrer-Ausbildung abgeschlossen

Dienstag, Januar 13th, 2009

Yogalehrer Ausbildung Abschluss 11.1.2009

Am letzten Sonntag 11.1. gab es das Abschlusswochenende der 2-jährigen Yogalehrer Ausbildungen aus den Yoga Vidya Zentren Hamburg, Essen, Bochum, Münster, Dortmund, Berlin, Leipzig, Magdeburg, Unterhaching/München und Waghäusel. So gibt es fast 120 neue Yogalehrer!  Herzlichen Glückwunsch euch allen zur bestandenen Prüfung. Bild wird durch Draufklicken größer

Übrigens: Diese Woche fangen in über 30 Yoga Vidya Zentren neue 2-jährige Yogalehrer Ausbildungen an. Hier klicken für mehr Infos zur 2-jährigen Yogalehrer Ausbildung.

Yogalehrer Ausbildung Abschluss 11.1.09

Dienstag, Januar 13th, 2009

Yogalehrer Ausbildung Abschluss 11.1.2009

Am letzten Sonntag 11.1. gab es das Abschlusswochenende der 2-jährigen Yogalehrer Ausbildungen aus den Yoga Vidya Zentren Hamburg, Essen, Bochum, Münster, Dortmund, Berlin, Leipzig, Magdeburg, Unterhaching/München und Waghäusel. So gibt es fast 120 neue Yogalehrer!  Herzlichen Glückwunsch euch allen zur bestandenen Prüfung. Bild wird durch Draufklicken größer

Übrigens: Diese Woche fangen in über 30 Yoga Vidya Zentren neue 2-jährige Yogalehrer Ausbildungen an. Hier klicken für mehr Infos zur 2-jährigen Yogalehrer Ausbildung.