Posts Tagged ‘Swami Vishnu Devananda’

Kamala, geht es Dir gut?

Donnerstag, April 30th, 2009

Im Oktober 1992 unternahm Swamiji eine Ganga parigrama, eine Pilgerfahrt den heiligen Ganges in Indien entlang, von seiner Quelle in Gomukh im Himalaya bis zur Mündung in Kalkutta.

Am Tag, als wir Gangotri verließen, war die Reise hinunter aus den Bergen für Swamiji sehr beschwerlich, er mußte sich oft übergeben und hatte Durchfall. Nach einem besondere schlimmen Anfall hielten wir den Wagen an, um ihn sauberzumachen. Swami Kartikeyananda, Gayatri und Prahlad standen an Swamijis Füßen und versuchten, seine beschmutzten dhoti und seine Bettlaken zu wechseln. Ich hob sehr behutsam seinen Kopf, da ich befürchtete, daß sein kürzlich gebrochener Wirbel ihn schmerzen könnte. Als ich seinen Kopf hochhob und versuchte, etwas von dem Schmutz auf seinem Kopf abzuwaschen, sah Swamiji mich an und sagte, „Kamala, geht es Dir gut?“ Ich starrte auf diesen armen, gebrochenen Körper, der in solch einen Schmutz eingehüllt war und sagte, „Ja, Swamiji, mir geht’s gut.“ Ich sah zu den anderen hinunter, die sich vor lachen ausschüttelten. Sie waren Swamijis Art gewöhnt. Er fragte mich nach meiner Migräne, an der ich vor fünf Tagen gelitten hatte, völlig blind gegen sein eigenes Leid.

Kamala

Katomba, Australien

Aus: “The Yogi”, Biography of Swami Vishnu Devananda von Gopala Krishna

Informationen über die Ausbildung zum Yoga-Lehrer gibt es hier.

Om Tryambakam gesungen von Swami Vishnu-devananda

Montag, April 6th, 2009

Swami Vishnu

Swami Vishnu-devananda singt das große Heil-und Segensspendende Mantra “Om Tryambakam”, für alle Wesen. Mit seinem besonderen Charisma und Herzenswärme, die er allen Lebewesen entgegenbrachte war der Yoga Meister in der Tierwelt sehr beliebt. Nähere Informationen über Swami Vishnu:

icon for podpress Om Tryambakam - Mantra-Singen mit Swami Vishnu-Devananda [1:14m]: Hide Player | Play in Popup | Download

Die Gegenwart eines Gurus

Freitag, März 20th, 2009

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Wenn Du jemals in der Gegenwart von jemandem bist, der die Gottesverwirklichung erreicht hat, oder auf dem Weg dahin ist, wirst Du sofort verstehen, was Swamiji hier meint. Du erfährst ein unbeschreibliches Gefühl von Frieden und Wonne, wenn Du mit jemandem zusammen bist, der diese spirituelle Energie ausstrahlt. Dieses Gefühl von Einssein mit Gott ist etwas, wonach jeder sucht und was jeder braucht. Es ist die einzige Quelle des Glücks in dieser Welt.

Swamiji hat mit Sicherheit diese Stärke und Vitalität auf andere ausgestrahlt. Einfach im selben Raum mit ihm zu sein hatte oft einen starken Effekt auf die Menschen. Sogar wenn er freiwillig schwieg (früher hatte er oft Zeiten von Mouna), oder später nach seinem Schlaganfall (als er wenig oder gar nicht sprach), berührte er die Menschen in einer unbestimmten, aber vollkommenden Art und Weise. Er lehrte nicht durch das, was er sagte, sondern dadurch, wer er war.

Aus: “The Yogi”, Biography of Swami Vishnu Devananda von Gopala Krishna

Informationen über die Ausbildung zum Yoga-Lehrer gibt es hier.

Swami Vishnu über Anfangsschwierigkeiten im Ashram

Mittwoch, Dezember 31st, 2008

Nach sechs Monaten Aufenthalt gab es einen erbitterten Kampf in meinem Geist. Wenn Du zum ersten Mal in einen ashram gehst oder zu einem Meister, denkst Du, daß es irgendwann einfacher wird, es ist eben alles neu. Es ist wie wenn Du aus einer Wüste kommst. Plötzlich bist Du unter einem schattigen Baum, kühlst Dich mit viel Wasser, badest darin und sitzt im kühlen Schatten. Aber wenn Du jeden Tag im selben Pool liegst, unter demselben Baum, wie fühlt sich das nach einiger Zeit an? Es wird monoton. Aber das erste Mal, wenn Du kommst, ist es einfach wunderbar.
Und es ist das Gleiche, wenn Du in einen ashram oder zu einem Meister gehst. Wenn Du erst ankommst, kommst Du aus einer Welt, wo es wie in der Wüste ist, die Menschen sind alle negativ, die Gedanken sind negativ, jeder versucht, dem anderen die Kehle durchzuschneiden. Aber wenn Du in einen ashram kommst, ist alles rein, die Menschen sind alle gut und jeder versucht, dem anderen zu helfen. Sie sind noch nicht perfekt und jeder hat seine eigenen Fehler, aber man versucht, sie zu korrigieren. Es gibt eine Menge Probleme in ashrams, sie sind wirklich nicht so heilig, wie man glaubt. Du findet dort alles zwischen Heiligen und Sündern, manchmal kommen Gauner als spirituelle Aspiranten verkleidet und werden dann von der Polizei abgeholt. Also ist es ganz schön schwierig im ashram, es gibt jede Art von Temprament und Familienstand. Aber dennoch ist wie unter einem großen Baum, wenn Du beim Meister bist. Jeder kann unter diesem Baum sitzen und den Schatten genießen. Es gibt keine Voreingenommenheit unter diesem Baum, sein Schatten ist vollständig offen für alle, die sich unter ihn legen. Wir sind einfach ausgedörrte Menschen, die aus Städten und Dörfern und verschiedensten Teilen der Welt kommen, und der Meister ist wie ein großer Baum, der jedem Schatten spendet, der zu ihm kommt.
Nach einiger Zeit beginnt Dein Geist langsam diese Monotonie zu spüren, sogar in diesem Schatten. So kam dieser schreckliche Ärger zu mir: ein Teil meines Geistes begann, mich zurück nach Hause zu ziehen, zu den alten samskaras, weißt Du, meinen Vater, meine Mutter, mein Haus, meine Familie und meine Schwestern. Die andere Seite meines Geistes zog mich zum Meister, weil ich mein Wort gegeben hatte. Welchen Weg sollte ich gehen? Sollte ich fortgehen, meinen Eltern dienen und bei ihnen bleiben oder sollte ich bei meinem Meister bleiben? Ich konnte damit nicht leben, ich konnte es nicht mehr aushalten! So ging ich zu meinem Meister und fragte ihn: “Was soll ich tun?“
Ich war nicht stark genung, direkt zu ihm zu gehen und ihm von meinen Problemen zu erzählen, weil wir unserem Meister stets Respekt zollten und ich ihm sehr nahe stand. Es war sehr schwer für mich, ihm direkt solch eine Frage zu stellen. Soviel wußte ich jedenfalls, mein Herz zog mich zu meinen Eltern. Also schrieb ich ihm eine kleine Notiz über meinen Geisteszustand.
Meine Eltrn liebten mich, sie hatten mir bereits zahlreiche Briefe geschrieben und erwarteten mich zu Hause. Sie wußten zu keinem Zeitpunkt, daß ich im ashram bleiben wollte, aber jetzt, nach sechs Monaten, hatten sie es vermutet. Sie schrieben mir, daß ich nach Hause kommen und mit ihnen leben sollte, mich um das Land meines Vaters kümmern und meinen Verpflichtungen nachkommen sollte, da sie langsam zu alt wurden. Das ist unser Weg, das ist der Brauch in Indien. Man kümmert sich um seine Eltern, besonders wenn man ein Mann ist. Es ist seine Pflicht, sich um sie zu kümmern, und so erwarteten sie von mir, zu Hause zu sein.
Aber ich hatte auch andere Verpflichtungen. Ich hatte meinem Meister mein Wort gegeben und ich fühlte tiefe Liebe zu ihm, zu seiner Organisation und seiner Mission. Also schrieb ich ihm, „Meine Eltern ziehen mich in die eine Richtung, ich möchte nach Hause zurückkehren. Ich möchte aber auch hier bleiben und dienen. Ich weiß nicht, welchen Weg ich gehen soll. Ich habe schreckliche Qual in meinem Herzen, ich möchte Deinen Rat. Was soll ich tun? Soll ich nach Hause gehen oder soll ich bleiben?“
Was war Sivanandas Antwort? „Mata nasti, Peeta nasti.“ Das heißt „für Dich weder Mutter noch Vater.“ Das ist eine großartiges philosophisches Rezept. In unzähligen vergangenen Leben hatte ich Mütter und Väter. Auch in diesem Leben gab es einen Vater und eine Mutter, aber sie würden nicht ewig hier sein. Das war alles, was er sagte, er sagte nicht viel. Aber das war genug, weil ich genau wußte, was er meinte. Er konnte alles sehen, was mit mir und meiner Zukunft geschah. Zu dieser Zeit war ich noch jung, ich konnte das nicht verstehen, ich wußte nicht, was er sah, ich konnte es noch nicht einmal glauben, was er sah, aber ich akzeptierte es.
Es erscheint sehr grausam, einem jungen Mann zu sagen, er soll Vater und Mutter vergessen. Der Meister sagte, daß ich sicherlich nicht glücklich werden würde, wenn ich nach Hause zurückkehrte, weil es für mich nicht bestimmt war, in einer kleinen Familie zu leben, mit Freunden, einigen Kindern usw. Das war keinesfalls meinem Geist angeboren, ich konnte das zu dieser Zeit nicht erkennen. Jetzt kann ich sehen, wo ich hingehöre. Es gibt kein persönliches Familienleben, es ist einfach nicht bestimmt.
Nach diesem Tag habe ich nie wieder darüber nachgedacht, daß ich nur ein Vater und eine Mutter habe, aber jetzt sehe ich allen Lebewesen in diesem Universum meinen Vater und meine Mutter. Das ist die Lehre, die ich von meinem großartigen Meister empfing. Ich war ein kleines bißchen friedlicher und stärker, und eindeutig bereit zu bleiben. Dennoch mußte ich durch zahlreiche Entwicklungsstufen gehen. So viele Dinge mußte ich durchleben, das war nur der allererste Stadium meines Lebens.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Saraswati erzählt von Swami Vishnu-devananda

Dienstag, Dezember 30th, 2008

Letzten Monat (Dezember 1984) reiste ich mit dem Team des New Yorker Sivanandazentrums nach Kanada, um Weihnachten und Neujahr mit Swami Vishnu im ashram in Val Morin zu verbringen. Zuerst fuhren wir zur Ranch im Norden New Yorks, dann reisten wir gen Norden durch das Adirondackgebirge(?), an Montreal vorbei und weiter in das Laurentiangebirge. Als wir in Val Morin ankamen, schneite es heftig. Die Mitarbeiter gingen zu Swamijis Haus hinunter, um ihn zu besuchen, aber ich sah ihn nicht bis zum satsang , wo er vom Stern Bethlehems sprach und uns bat, diesen geistig zu visualisieren. Als er sprach, begann mein Geist zu wandern. Ich sagte zu mir, „Dieses Sternengerede wird ziemlich langweilig.“ Plötzlich, als ich dort mit geschlossenen Augen saß, sah ich etwas Glänzendes, Sternenförmiges. Ich dachte, „Er mag sich wiederholen, aber es funktioniert.“ Ich wunderte mich über diese besondere Wirkung seiner Geisteskraft auf mein Bewußtsein.
Trotzdem hatte ich während meines ganzen Aufenthalts ständig an ihm etwas auszusetzen. Als er zur Meditation erschien, fragte ich mich: „ Wer macht hier solchen Lärm?“ Eine schwerfällige, atemlose Person kam in den Raum, mit sehr viel unwürdigem Gepuste und Gekeusche. Ich schaute heimlich, und da war Swamiji, mit einem ziemlich mürrischem Ausdruck auf seinem Gesicht und begrub seine Füße unter sich, als er sich in seinen riesigen, orangefarbenen Stuhl niederließ. Außerdem hustete er, was ich als störend empfand.
War das der weise Mann, den ich im Herbst in New York so verehrt hatte, als er eine Puja zu Ehren Devis gab, der großen Gottheit? Ich war damals so überwältigt von Swami Vishnus Heiligkeit, daß ich ihn auf der Stelle um eine Mantraeinweihung bat. Seitdem hatte ich stets gewissenhaft mein Mantra wiederholt und meditierte sehr fleißig. Aber ich kam nicht voran. Ich war nach Val Morin gekommen, weil ich hoffte, daß Swamiji mir helfen würde, meinen Meditationsstillstand zu durchbrechen. Jetzt, wo ich endlich in seiner Gegenwart war, wußte ich nicht recht, was ich von ihm halten sollte.
Einen Tag nach Weihnachten gab es stundenlange Schneeschauer, und Swamiji wurde durch die Eisschicht in seinem Haus festgehalten, weil die Straße, die steil von seinem Haus hinaufführte, für ihn unpassierbar war. Zuerst wurde angekündigt, daß die Meditation ausfiel. Dann wurde uns gesagt, daß sie doch stattfand, aber ohne Swamiji. Ich glaube, wir waren alle ziemlich untröstlich bei dieser Aussicht, ich jedenfalls war es. Ich wollte soviel Zeit wie möglich mit ihm verbringen, obwohl er mich verwirrte oder vielleicht gerade deswegen. Also war ich sehr aufgeregt, als wir zur Meditation in sein Haus eingeladen wurden.
Zwanzig von uns marschierten die vereiste Straße zu Swamijis Haus hinunter und wurden in das angrenzende Gewächshaus geführt. Am Ende des Raumes gab es einen großen Whirlpool mit dampfendem Wasser, von Hängepflanzen tropfte Kondenswasser auf unsere Köpfe. Die feuchte, üppige Atmosphäre war ein willkommender Kontrast zu der eiskalten Welt da draußen, aber es war nicht die asketische, spartanische Umgebung, die ich erwartet hatte. Ich kam zum Schluß und setzte mich auf den einzigen freien Platz, direkt zu Füßen von Swamijis orangefarbenem Stuhl. Ich blickte nervös umher und fragte mich, was ich machen sollte.
Endlich kam er. Er brauchte einige Zeit, bis er sich auf seinem Stuhl niedergelassen hatte und dann informierte er uns, daß er nicht zu reden gedenke. Immerhin wollte er die Meditation führen. Knapp und wunderschön erklärte er Meditation und Mantras und erreichte dann den meditativen Zustand. Ich konnte das genau sehen, da ich nicht meditierte, sondern ihn beobachtete. Ich riß mich zusammen und begann nun gewaltig zu arbeiten, um meinen Geist zu beruhigen. Nichts geschah. Ich war so enttäuscht. Ich war sicher, daß ich anfangen würde, Fortschritte zu machen, so mittendrin in seinem Energiefeld. „Bitte, guru, reinige meinen Geist,“ betete ich, und ich meinte es so. Nichts. Also fand ich mich einfach damit ab, mich in seiner Aura zu sonnen und akzeptierte es als das, wofür ich zur Zeit bereit war. Dann kratzte er sich. „Wie geht das?“ fragte ich mich. „Kann sogar er herumzappeln und sich kratzen?“ Aber der Gedanke entschwand sofort aus meinem Geist und kaum hatte er sich zum ersten Mal gekratzt, erreichte ich einen glückseligen geistigen Zustand.
Als die Meditation beendet war, sangen wir unter seiner Führung fünfzehn Minuten Om Namo Naranayana. Er verabschiedete uns, indem er sagte,“ Dieses Mantra wird Euch helfen, den Geist zu reinigen.“ Ich hatte das Gefühl, daß er mich direkt ansah und mir ein bißchen geschäftsmäßig zunickte.
An unserem Abreisetag schneite es heftig. Swamiji rief uns New Yorker hinunter zu seinem Haus, um uns zu verabschieden. Er begrüßte uns an seinem Schreibtisch, in einem schwarzen Lederdrehstuhl sitzend, seine Füße unter ihm vergraben. Wir saßen auf dem Boden und tranken heiße Schokolade. Auf Swamijis Aufforderung las jemand laut Werbematerial vor, wie man einen Computer von Grund auf mit einer Art Gesundheitstasche (?) bauen konnte. Wir mußten über dieses scheinbar übertriebene Versprechen der Werbung kichern, aber Swamiji wollte unbedingt alles hören. Er war sehr angetan von der Idee, selbst einen Computer zu bauen, mit Hilfe eines jungen Mitarbeiters. Ich hatte mir meinen guru nicht unbedingt als einen berühmten Mechanikerknaller vorgestellt, aber ich mußte zugeben, daß ich seine Fähigkeit zur jungenhaften Begeisterung mochte. Auf jeden Fall hatte er einen wißbegierigen Geist.
Ich stellte fest, daß meine Augen brannten, als ich Swamiji ansah, und ich war fast benommen von der Kraft seiner Gegenwart. Die Tatsache, daß diese Aufmerksamkeit nur einigen wenigen Leuten galt, schien diese Energie zu verstärken. Er plauderte mit uns, während wir unsere Schokolade tranken und ich war dankbar, daß er mich mittlerweile ein wenig kannte. Ambika und ich hatten zu Ehren seines Geburtstages an Sylvester ein Theaterstück aufgeführt. Seitdem hatte ich bei der Meditation den Eindruck, daß er prüfte, ob ich da war. Vielleicht hatten wir alle dieses Gefühl?
Er fütterte uns mit Mozartkugeln und Süßigkeiten und gab uns zum Abschied seinen Segen. Aber es schneite weiter und spät am Nachmittag erfuhren wir, daß Swamiji uns nicht erlaubte, bei solch einem Sturm abzureisen. Wir sollten erst am nächsten Morgen um 5.30Uhr fahren, da es bis dahin aufhören sollte zu schneien.
Früh am nächsten Morgen waren wir auf und stapften durch den Schnee, um das Auto vollzupacken. Es war stockdunkel und unheimlich still. Plötzlich erschien Swamiji mit einer Taschenlampe, da er von seinem Haus auf dem Weg zur Meditation war. Er war eine beeindruckende Erscheinung in seiner orangefarbenen Robe, Armeestiefel, orangefarbener Daunenjacke und Turban. Er begrüßte uns herzlich und betete inbrünstig für unsere Sicherheit. Er segnete jeden von uns und ging dann weiter, drehte sich aber ein oder zweimal um, um uns weiter zu segnen. Ich habe ein deutliches Bild von Swami Vishnu vor meinem Auge, in seinem wundervollen Gewand, im Schnee stehend, mit all der Dunkelheit um uns herum, absolut strahlende Liebe und Anteilnahme.
Wir drängten uns ins Auto und fuhren davon. Die Straßen waren entsetzlich und wir schlitterten einige Male gefährlich. Ich war ungeheuer froh über Swamijis Segen. Hinter Montreal besserte sich der Straßenzustand und wir machten uns auf die lange Reise zurück nach New York. Ich starrte aus dem Fenster und ließ im Geiste meine letzten Begegnungen mit Swamiji noch mal an mir vorbeiziehen. Ich konnte ihn nicht verstehen. Er war unverkennbar so heilig und zur selben Zeit unverkennbar solch eine Persönlichkeit. „Wenigstens schwebte er nicht über den Wolken,“ dachte ich. Nein, er zeigte sich als eine Persönlichkeit, genau wie ich eine war. Ich beschloß jedenfalls, mich von seinem mangelnden Anspruch nicht täuschen zu lassen. Ich sah in ihm genau das, was er war: bewundernswerter Gurudev.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Erfahrung von Lisa über Swami Vishnu

Montag, Dezember 29th, 2008

Ich kam im Spätherbst 1983 zum ersten Mal zusammen mit meinem Mann Jim auf die Yoga ranch nach Woodbourne. Wir nahmen am Unterricht teil und halfen an den Wochenenden. Wir begegneten Swamiji zum ersten Mal in diesem Winter nur kurz und dann noch einmal, als wir Mitarbeiter wurden und an der Yogalehrer Ausbildung im Herbst 1984 teilnahmen.
Ich war verwirrt über die Bedeutung eines gurus und ob man überhaupt einen brauchte. Obwohl ich mich Swami Sivananda sehr nahe fühlte, hatte ich noch einige Zweifel darüber, wer Swami Vishnu-devananda eigentlich war. Dann hatte ich nach der Mantraeinweihung einen sehr eindrucksvollen Traum: Swamiji kam im Traum zu mir, ganz weiß angezogen und eingehüllt in ein strahlendes Licht. Er brachte sein Gesicht sehr nah an meins, sah mich mit einem schelmischen Lächeln an und sagte: „Ich bin Dein guru, weißt Du.“
Ich antwortete: „Ich weiß, Swamiji, aber Du bist so anders und seltsam, ich verstehe einfach nicht.“
Aber Swamiji sah mich eindringlich an und meine Zweifel verschwanden. Irgendwie verstand ich in meinem Inneren, daß ich verstehen konnte, daß er mein guru war, auch wenn er über allem stand.
Danach träumte ich oft von Swamiji. Einmal dachte ich darüber nach, mir einen spirituellen Namen zuzulegen. Jim wollte nicht, daß ich meinen Namen in Sanskrit änderte. Swamiji kam im Traum und sagte; „ Mach Dir keine Sorgen über einen Namen. Es macht keinen Unterschied: Laß es, wie es ist.“
Diese Träume waren nicht wie normale Träume. Ich hatte das Gefühl, sie waren wirkliche Besuche von Swamiji. Das Gefühl von Frieden und Inspiration danach war das Gleiche wie in seiner Gegenwart. Einmal, als Swamiji zur Ranch kam, fragte ich ihn, ob er von meinen Träumen wußte. Er lächelte wissend und sagte, „ Träume nicht von Swami Vishnu, träume von Gott Vishnu.“

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Swami Atmaramananda über Swami Vishnu-devananda

Samstag, Dezember 27th, 2008

Ich traf Swamiji das erste Mal im Januar 1987, am Ende der Yogalehrer Ausbildung in Neyyar Dam in Indien. Jeder freute sich auf diesen Besuch. Als er ankam, war die Atmosphäre angefüllt mit bhakti, jeder wiederholte „Om Namo Narayanaya“, fiel vor ihm zu Füßen und warf ihm Blumen zu. Ich begann zu weinen, erst leicht, dann immer stärker. Für gewöhnlich zeige ich meine Gefühle nicht so öffentlich und ich fand auch keinen sichtbaren Grund dafür.
Ich hatte lange über dieses Ereignis nachgedacht und einige Monate zuvor hatte ich den Eindruck gewonnen, daß Swamiji in vorigen Leben ein guru war und seine alten Schüler wiedergetroffen hatte. Ich mag es nicht, viel über frühere Leben zu spekulieren, aber es schien die einzig akzeptable Erklärung für mich. Wenn man nach einer langen Zeit einen guten Freund oder einen Verwandten trifft, muß man einfach wegen des intensiven Gefühls weinen. Dieses Ereignis war definitiv etwas sehr Wichtiges in meinem Leben. Wahrscheinlich beendete ich aus diesem Grunde meine Suche nach einem anderen Weg oder guru.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Arjuna über Swami Vishnu-devananda

Dienstag, Dezember 23rd, 2008

Ich brauchte Jahre, um Swami Vishnu als meinen guru zu akzeptieren. Anfangs paßte er irgendwie nicht in mein Bild von einem guru.
Mein erster Yogalehrer in Fredericton, New Brunswick, hatte mit Swamiji im Zentrum in Montreal in den frühen 60ern studiert. Swamiji übte dort früher mit seinen Studenten die Asanas. Ich habe meine Sivananda Yogakurse wirklich genossen. Eines abends brachte mein Lehrer eine Kassette mit kirtan von Swami Vishnu mit in die Klasse. Ich war davon sehr angetan, war mir aber nicht sicher, was ich davon halten sollte.
Nachdem ich Fredericton verlassen hatte, war ich ständig auf der Suche nach einer guten Yogaklasse. Ich lebte eine Weile in Boston und besuchte die dem Sivanandastil ähnlichsteYogaklasse, die ich finden konnte. Ich besuchte ihren ashram, wo ich ihren guru traf, Swami Satchidananda. Ich war äußerst beeindruckt! Ein direkter, großer Mann, so würdevoll. Als ich ihn sah, wie er die Yogahalle betrat, fragte ich mich, ob seine Füße den Boden berührten oder ob er über ihm schwebte. „Ah, ein guru“ war ich überzeugt.
Als ich Swami Vishnu 1982 in Nassau beim Yogalehrertraining das erste Mal sah, konnte ich es nicht glauben. Er schrie das Personal an, bellte Befehle, stürzte sich auf alles. Keine Stille, kein Schweben. Er schien verärgert. Aus einem sechsmonatigen Lehrauftrag im Montrealer Zentrum wurde eine Verpflichtung für 5 ½ Jahre in Montreal und Val Morin, alles in unmittelbarer Nähe von Swamiji. Ich war immer unsicher, ein bißchen wachsam und fragte mich, ob er es war, ob er es sein konnte, mein guru.
Manchmal dachte ich, er müßte es ein. Nachdem ich jahrelang in der Organisation gearbeitet hatte, war ich beein-druckt von seinem Lachen, seiner Freude, der Weisheit beim satsang. Zu anderen Zeiten war ich nicht so sicher. Das Schreien, die manchmal angespannte Beziehungen zu seinen jetzigen und früheren Studenten störte mich. Nach fünf Jahren konnte ich noch nicht einmal sicher sein, ob Swamiji sich Woche für Woche an meinen Namen erinnern würde. Während der Jahre überwand ich meine Furcht, aber ich war mir immer noch nicht sicher, ob er mein guru war, mein Lehrer, der Entferner der Dunkelheit.
Es kam für mich die Zeit, die Organisation zu verlassen und wieder ein Familienleben zu führen. Zu dieser Zeit war ich im ashram in Val Morin angestellt. Ich wurde zusammen mit Michael, einem anderen Angestellten, zu Swamijis Haus gerufen, um an einem Meeting teilzunehmen. Es war ein außergewöhnliches Meeting.
Michael wollte Swamiji ein paar persönliche Fragen stellen und erhielt einige persönliche Ratschläge. Dann drehte sich Swamiji zu mir um und sagte, „ Arjuna, jetzt gehst Du in die Welt hinaus. Es wird nicht leicht sein…“, und fuhr fort, mir persönliche Ratschläge zu geben, eheliche Ratschläge, Unterstützung. Ich war erstaunt: er kannte mich, er kannte mich wirklich, und meine Frau auch. Er sagte, „Arjuna, du weißt es nicht, aber ich kenne alle meine Studenten, liebe sie, sorge gründlich für sie. Ich passe auf, was ihnen geschieht.“ Ich hatte so etwas noch nie vorher gehört, hatte Swamiji nie in diesem Ton reden hören. In diesem Augenblck wußte ich, daß er mein guru war. „Nimm Dein Mantra mit Dir und wiederhole es, Du wirst es als Schutz in dieser Welt brauchen,“ sagte er.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Gopalakrishna über Swami Vishnu-devananda

Montag, Dezember 22nd, 2008

Ich wünschte, ich könnte sagen, daß ich die sofortige Verehrung für Swamiji empfand wie er für Sivananda, aber dann würde ich nicht die Wahrheit sagen. Er wuchs mir gewissermaßen langsam ans Herz. Ich sah ihn zum ersten Mal 1978 im ashram von Val Morin während der geschäftigen Sommermonate. Ich verbrachte dort ein Wochenende, um „die Szene zu checken“. Während des satsangs nach der Meditation morgens und abends saß Swamiji vorne in der Yogahalle und sprach zu uns. Was er sagte, war interessant, oft unterhaltend, und immer bezog es sich auf spirituelles Leben. Aber er war einfach ein lustiger kleiner Inder! Ich respektierte ihn aufgrund seines Wissens, aber sicherlich fühlte ich keine Ehrfurcht.
Ich kehrte immer wieder zum ashram zurück. Ich mochte das Gefühl der Gemeinschaft, ich mochte die Kurse, ich mochte all die Menschen, die ich hier traf. Meine persönliche Beziehung zu Swamiji begann, als ich ihn eines Tages auf der Straße traf. Ich hatte ihm nichts zu sagen, aber aus Respekt verbeugte ich mich vor ihm. Er lächelte und verbeugte sich auch. Das war unsere ganze Beziehung während der nächsten Zeit, einander zuzulächeln und sich zu verbeugen. Er fand meinen Namen heraus und sprach manchmal ein paar Worte zu mir, aber ich behielt meine Distanz, auch als ich mich mehr im ashram und in der Organisation engagierte, Kurse gab und jedem von diesem wunderbaren Platz in den Laurentians erzählte. Eines Tages, als ich große emotionale Schwierigkeiten hatte, wollte ich Swamiji privat sprechen, um mir einen Rat zu holen, der meinen Geist beruhigen und mich aus meiner Zwangslage befreien würde. Ich erzählte ihm meine Probleme, während er zuhörte und lächelte. Ich konnte wirklich seine Liebe zu mir und seine Anteilnahme für meine Probleme spüren. Er gab mir einen Rat, was zu tun sei und was er sagte, paßte zu einem yogischen Leben. Ich spürte eine neue Nähe zu Swamiji, ein neues Gefühl der persönlichen Beziehung zu ihm. Aber ich konnte immer noch nicht völlig loslassen. Ich hielt mich zurück. Es war gut, ihn um Rat zu fragen, aber ich wollte ihn nicht mein Leben bestimmen lassen, wie ich es bei anderen um mich herum sah. Ich wußte selbst, was am besten für mich war.
Im Sommer 1986 plante Swamiji eine Tour durch Indien für das kommende Jahr, zum Gedenken an Sivanandas 100. Geburtstag. Er lud einige Studenten ein, ihn zu begleiten. Meine Frau und ich sprachen darüber und entschieden, daß sie fahren würde, während ich zu Hause blieb, um mich um unsere beiden Kinder zu kümmern. Sie waren damals sieben und zwölf Jahre alt. Es war einfach undenkbar, sie bei Freunden und Verwandten zu lassen, während wir beide sechs Wochen durch Indien reisten.
Swamiji fragte mich während des Sommers und Herbst mehrere Male, ob ich ihn nach Indien begleiten würde. Jedes Mal sagte ich ihm :“Nein, Swamiji, Madasala geht mit, ich muß zu Hause bleiben und mich um die Kinder kümmern.“ Es schien, als würde er meine Antwort akzeptieren, aber das nächste Mal, wenn er mich sah, stellte er mir wieder die gleiche Frage. Es frustrierte mich wirklich. Ich dachte.“ Diese sanyasins verstehen nichts von einem familiären Leben.“ Er war unglaublich beharrlich, und ich war genauso hartnäckig Gleichzeitig fühlte ich eine Art Schuld. Wenn er mein Lehrer war, warum zeigte ich ihm nicht mehr Aufmerksamkeit und tat, was er sagte. Mein praktischer Verstand sagte mir eine Sache, mein Herz sagte eine andere.
Am Neujahrstag fuhr ich für zwei Tage mit der Entscheidung in den ashram, daß ich einfach nachgeben würde, wenn Swamiji mich noch einmal fragen würde, ob ich mit ihm nach Indien ginge. Während der zwei Tage sah ich ihn mehrere Male, aber es war, als ob ich gar nicht da wäre. Er grüßte mich nicht, sprach nicht mit mir, er nannte noch nicht einmal meinen Namen, wenn er an mir vorbeiging. Das war äußerst ungewöhnlich und bestürzend für mich. Was war mit meiner persönlichen Beziehung zu ihm geschehen? Dann war es Sylvester ein Uhr morgens. Das besondere Programm war vorbei und Swamiji machte sich zum Gehen bereit. Ich wollte am Morgen nach Hause fahren und würde ihn eine lange Zeit nicht wiedersehen. Ich stand hinter einer Menge von fünfzig oder sechzig Menschen, fühlte mich deprimiert und dachte: „ Na gut, ich denke, ich gehe nicht mit nach Indien.“
In dem Augenblick drehte sich Swamiji zu mir um, sah mich an und sagte: „ Gopala Krishna, geh nach Indien.“
Ich antwortete: „ Ja, Swamiji.“ Er drehte sich weg und sagte kein weiteres Wort.
Ich war völlig verblüfft. Woher wußte er, was ich dachte? Woher wußte er genau in diesem Moment, daß ich reif dafür war, endlich loszulassen und ja zu sagen, ihn einfach zu akzeptieren? Ich fühlte eine herrliche Welle von Erleichterung und Freude. Ich machte mir überhaupt keine Sorgen darüber, wie alles werden würde, ich wußte einfach, daß alles gut sein würde. Swamiji würde dafür sorgen.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Swami Vishnu erzählt, wie er im Sivananda Ashram begonnen hat

Samstag, Dezember 20th, 2008

Sivananda kam an mir vorbei, als er sein Büro verließ. Er sah mich an und sagte: „Hmm, bleib hier.“
„Ja, Swamiji.“ Das war alles, was ich sagte, ohne überhaupt zu denken. Dann verstand ich. Warum gab ich mein Wort, daß ich bleiben würde? In meiner Kindheit zu Hause hatte ich von meinen Eltern gelernt, daß man, wenn man sein Wort gibt oder sagt, daß man etwas bestimmtes tun will, dieses unter keinen Umständen zurücknehmen darf. Und jetzt hatte ich mein Wort nicht irgendeinem Menschen gegeben, sondern einem großen Weisen. Ich sagte, daß ich bleiben würde. Es war so eindeutig, und jetzt war ich hier, ich konnte nicht anders. Ich konnte nicht nach Hause zurück, ich hatte mein Wort gegeben. Also ließ ich mich mit dem Segen des Meisters im Sivananda Ashram nieder, ohne zu wissen, ob ich die Kraft hätte, dieses Leben auch zu meistern. Aber in mir war eine Art Frieden und Freude über das Wissen, daß mich in Zukunft ein großer Meister führen würde.
Es gab aber auch so etwas wie eine falsche Befriedigung in dem, was ich tat. Ich war froh, daß ich in der Lage sein würde, mehr über kundalini zu lernen, woran ich großes Interesse hatte. Ich wollte Hatha yoga, Kundalini Yoga usw. lernen. Also dachte ich, der Meister mußte etwas in mir gesehen haben, etwas Großes. Ich dachte, er würde mich ins Kundalini Yoga einweihen und ich wäre in der Lage, meine kundalini zu wecken. Deswegen praktizierte ich jetzt mehr als 1 ½ Jahre Yoga, ich dachte, ich wäre bereit für eine solch tiefe Erweckung. Mit dieser falschen Vorstellung akzeptierte ich seine Bitte und blieb im ashram, ohne die wahre Absicht des Meisters zu kennen.
Am nächsten Morgen bat mich der Meister zu meinem Erstaunen, zu den Gästeräumen zu gehen, um die schmutzige Kleidung zu holen und sie im Fluß zu waschen. Ich hatte die Aufgabe bekommen, die Wäsche der Gäste zu reinigen! Ich konnte nicht verstehen, daß mich der Meister diese Arbeit machen ließ. Das könnt Ihr vielleicht nicht verstehen, weil Ihr in einer anderen Gesellschaft aufgewachsen seid, aber wenn Ihr in Indien in einer höheren Kaste geboren worden seid, wird Euch beigebracht, keine niedere Arbeit zu tun. Seit der Kindheit wird Dir das eingetrichtert. Es sitzt in Deinem Kopf, Du kannst nicht so einfach ausbrechen. Ich dachte: “Was ist der Sinn dieses Wäschewaschens? Ich bin gekommen, um Yoga zu lernen, ich bin gekommen, um die kundalini zu erwecken, Ich bin gekommen, um Gott zu sehen!“
Aber der Meister hatte seine eigenen Art des Lehrens. Jeder einzelne, der zum Meister kam, hatte seine besonderen Fehler. Er sah von Anfang an, schon bei unserem ersten Treffen, daß mein ganzes Problem mein Ego war. Es war schon extrem, ich war egoistisch und bis zu einem gewissen Grad bin ich es bis heute. Wenn ich irgendwo in die Nähe der Gottverwirklichung kommen wollte, mußte ich das durchbrechen. Von Anfang an war das Training des Meisters, diesen größten Fehler in mir zu beseitigen, meinen größten Schmutz, das Ego. Also gab er mir die schwierigste Arbeit von allen. Es ging nicht um den Aufwand, das war wirklich gar nichts. Es dauerte noch nicht mal eine halbe Stunde, um ein halbes Dutzend Kleidungsstücke zu waschen. Das war es nicht, es war das Leiden, das damit verbunden war. Es war für mich sehr schmerzhaft, eine solche Arbeit zu tun, was weit über Euer Verständnis gehen dürfte.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Swami Vishnu über seinen Meister

Dienstag, Dezember 16th, 2008

Als ich die Armee verließ, beschloß ich, vor meiner Rückreise nach Hause (über 2000 Meilen weiter südlich) nach Rishikesh zu fahren und zwei Tage mit Swami Sivananda in seinem Ashram zu verbringen. Ich wollte von ihm lernen und ihm einige Fragen stellen.
Es war schon fast Abend, als ich im ashram ankam. Swami Sivananda verließ gerade mit einigen Schülern sein winziges Büro und ging den Hügel hinunter zum Ufer des Ganges, wo seine Hütte lag. Ich ging Richtung Büro und er kam gerade aus dem Büro, also traf ich ihn von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkannte ich, daß ich ein Problem hatte. Es ist in Indien üblich, sich vor allen Heiligen, allen Swamis und allen frommen Menschen zu verbeugen. Swami Sivananda war nicht nur ein Swami und ein heiliger Mann, er wurde auch als einer der größten indischen Meister angesehen. Aber ich war nicht soweit, mich vor jemanden zu verbeugen. Ich wollte mich vor keinem heiligen Mann verbeugen, einschließlich Swami Sivananda, weil letztendlich alle menschlichen Wesen gleich sind. Warum sollte ich mich vor ihm oder jemand anderem verbeugen? Aber ich dachte, daß es sehr unhöflich wäre, vor jemandem zu stehen, ohne mich zu verbeugen, besonders vor einem heiligen Mann. Ich wollte nicht unhöflich zu ihm sein, besonders in Gegenwart seiner Schüler. Das war für mich derart unangenehm, daß ich sofort den Weg verließ und mich in einer Ecke versteckte, um Sivananda und seine Schüler vorbeizulassen.
Sivananda ging weiter den Weg entlang und als er sich dem Platz näherte, an dem ich stand, schaute er auf und sah mich versteckt in der Ecke stehen. Er kam direkt auf mich zu. „Du bist aus Jalandhur gekommen“, sagte er, verbeugte sich vor mir und berührte meine Füße!
Ich stand da wie eine Statue. Dieser große Mann, wirklich ein Riese, (natürlich war er ein spiritueller Riese, aber auch körperlich war er ziemlich groß, mehr als 1,80m), verbeugte sich vor einem törichten, einfältigen Dummkopf wie mir und berührte meine Füße. Diese Berührung, diese Handlung erschütterte mich vollkommen. Und das war das erste Mal, daß ich mich vor einer anderen Person verbeugte. In diesem Augenblick fiel ich vor die Füße von Swami Sivananda, mit meinem ganzen Herzen, mit all meiner Liebe. Bis zu diesem Tag glaubte ich, daß kein Wesen dieser Welt mich dazu bringen könnte, mich zu verbeugen, besonders mit solch einer Liebe und Hingabe.
Swami Sivananda belehrte mich auf diese einfache Art und Weise. Er sah, was in meinem Herzen versteckt war, er sah meinen Schmutz und meine egoistische Natur, und ohne zu zögern lehrte er mich große Demut.
Je höher Du in die spirituellen Höhen gehst, desto bescheidener wirst Du sein, und das bewies Sivananda einem einfachen Jungen wie mir. In diesem Moment nahm ich ihn als meinen Lehrer an, meinen Meister, mein Alles. Swami Sivananda bat mich dann, einige Tage zu bleiben. Ich antwortete, „Ja, ich werde bleiben.“ Dann bat er einen seiner Schüler, mich zur Küche zu bringen und mir etwas zu essen zu geben.
Am selben ersten Abend, direkt zum Sonnenuntergang, versammelten sich alle Schüler Sivanandas am Ufer des Ganges, um den Fluß zu verehren. Natürlich war es für mich abergläubisch, einen Fluß zu verehren. Ergab das irgendeinen Sinn? Ich dachte, daß alle Schüler Sivanandas ungebildete Dummköpfe waren. Sie wußten nichts über Wasser und Flüsse. Wasser besteht aus H2O. Ich war als Kind ein wenig wissenschaftlich interessiert, in der Schule lernte ich Chemie, Physik, Elektronik usw. Nicht nur das, in meiner Chemieklasse stellte ich sogar selbst Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoff her. Keiner von den Schülern aus dem Sivananda ashram schienen irgendetwas darüber zu wissen. Sie verehrten diesen dummen Ganges!
Jedenfalls war es eine wunderschöne Szenerie wegen des Sonnenuntergangs, dem majestätischen Himalaya im Hintergrund und dem fließenden Strom. Auf jeder Seite saßen Swamis in orangefarbener Kleidung und meditierten, sangen und klingelten. Das war ohne Zweifel sehr schön, aber für mich war die Verehrung des Ganges reiner Aberglaube. „Es ist nur ein Fluß, was soll das?“ fragte ich mich, als ich die ganze Zeremonie beobachtete.
Dann kam Swami Sivananda und gesellte sich zu seinen Schülern. Das konnte ich nicht verstehen, weil Sivananda doch im Gegensatz zu seinen Schülern nicht ungebildet war. Bevor er ein Swami wurde, war er Arzt. „Ein Arzt, der noch nicht mal weiß, daß Wasser aus H2O besteht, was für eine Art Arzt ist das?“ Als ich so über Sivananda nachdachte, gesellte er sich zu der Gruppe. Genau in dem Augenblick, in dem ich dachte, „Wie kann ein Arzt nichts über H2O wissen?“ drehte Sivananda sanft seinen Kopf zu mir- er sagte nichts- und dann wieder zurück, um weiter an der Verehrung des Ganges teilzunehmen.
Plötzlich sah ich den Ganges nicht mehr, der Fluß verschwand. Statt dessen sah ich eine Masse von fließendem Licht mit der Botschaft, „Alles ist Gott, sogar der Fluß ist Gott. Gebrauche nicht Deinen winzigen Verstand, um Gott zu verstehen, das Unendliche. Dein Intellekt ist endlich, Dein Verständnis von Chemie, Physiologie, Wissenschaft, Biologie, Physik und Mathematik ist nichts, Dein Wissen ist so klein, so endlich, so winzig, daß Du noch nicht einmal ein Sandkorn am großen Strand berührt hast. Weit über Deinen Intellekt, über Dein Verständnis hinaus gibt es unerschöpfliches Wissen und Reichtum, Stärke und Kraft, Frieden und Freude. Gebrauche nicht Deinen Intellekt, um Antworten über Gott und seine Offenbarungen zu finden. Alles ist Gott.“
Ich lernte an einem Tag zwei sehr schwierige Lektionen. Die erste lehrte mich Bescheidenheit, weil ich dachte, ich wäre etwas Besonderes. Die zweite lehrte mich, daß ich von nichts eine Ahnung hatte. So hatte ich zwei harte Lektionen an diesem Tag. Es gab nichts an Sivananda zu zweifeln. Dieser Tag war genug für mich.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Was ist ein Guru?

Freitag, Dezember 12th, 2008

Was ist ein guru? Wörtlich bedeutet gu „Dunkelheit“ und ru „Licht“. Ein guru führt uns von der Dunkelheit ins Licht. Ein guru ist ein männlicher oder weiblicher spiritueller Lehrer, der seine Schüler zur Gottesverwirklichung führt. Sie können berühmte Männer und Frauen wie Mahatma Ghandi oder Anandamayi Ma sein, oder auch jemand, der nur einem einzigen Schüler bekannt ist. Ein guru ist kein gewöhnlicher Lehrer; er oder sie ist eine gottesverwirklichte Seele oder auf dem Weg zum universellen Bewußtsein. Der guru vermittelt dem Schüler spirituelles Wissen und zeigt den Weg zur Wahrheit, aber der Schüler erreicht die Befreiung nur durch seine oder ihre eigene Anstrengung.
Swami Sivananda, der guru von Swami Vishnu-devananda, definiert in seinem Buch „Göttliche Wonne“ einen „guru“ wie folgt:
„Der satguru ist Brahman (Gott) selbst. Er ist ein Ozean von Wonne, Wissen und Gnade.Er ist der Kapitän Deiner Seele. Er ist der Brunnen der Freude. Er beseitigt all Deine Probleme, Sorgen und Hindernisse. Er zeigt Dir den richtigen, göttlichen Pfad. Er zerreißt den Schleier der Unwissenheit. Er macht Dich unsterblich und göttlich. Er transformiert Deine niedere, diabolische Natur. Er gibt Dir das Rettungsseil des Wissens und zieht Dich hoch, wenn Du in diesem Ozean von Samsara zu ertrinken drohst. Halte ihn nicht einfach für einen normalen Menschen. Verehre Deinen guru und verneige Dich vor ihm mit Hingabe.“

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Swami Sankarananda über Swami Vishnu

Mittwoch, Dezember 10th, 2008

Ich besuchte das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum in Tel Aviv, Israel, nachdem meine Mutter mir eine kleine Werbeanzeige gegeben hatte, die sie aus einer Zeitung herausgeschnitten hatte. Es war eine Liste von Yogaklassen, woran ich sehr interessiert war. Eigentlich mochte ich diese Geschäftsanzeige nicht besonders, ich war ziemlich beschäftigt damit, einen Weg nach Indien zu finden, wo ich einem großen Yogi in einer Höhle begegnen wollte, der mich von den Fesseln meines Geistes befreien sollte.
Sofort nachdem ich das Zentrum betreten hatte und von dem jungen Direktor namens SivaDass begrüßt wurde, hatte ich das seltsame Gefühl, daß ich „zu Hause“ war und ich einiges Gewicht von meinen Schultern verloren. Da ich kein Geld hatte, schlug SivaDass mir vor, mich zu unterrichten, wenn ich täglich das Zentrum reinigen würde. Wir fingen gleich an, ich mit der Reinigung und er, imdem er mir ununterbrochen von jemandem namens Swamiji erzählte, der auf den Bildern aussah wie ein rundlicher, heiterer Inder, aber nicht wie der Höhlenguru, nach dem ich suchte. SivaDass lehrte mich asanas und Meditation, aber meistens pries er die Tugenden seines gurus, diesen Mann namens Swamiji.
Ein anderer Mitarbeiter namens Rukimi nahm auch daran teil, und immer, wenn sie sich an die Geschichten über Swamiji erinnerten, schienen ihre Augen in einem besonderen Licht zu strahlen.
Das machte mich noch neugieriger, diesen Mann zu treffen. Wer war er und warum ließ er ihre Augen so glänzen, wenn sie an ihn dachten? Die Zeit verging, SivaDass und Rukimi mußten in die USA zurückkehren, und dieser Mann namens Swamiji schickte eine Frau mittleren Alters, Swami Dayananda, um das Zentrum zu leiten. Sie war ziemlich streng, aber sie schien viel von spirituellen Dingen zu wissen. Auch sie sprach ständig über ihren Swamiji und ihre Augen glänzten ebenso.
Eines Tages erfuhren wir, daß Swamiji uns für einige Tage besuchen würde. Er wollte in der Nähe von Jerusalem und in Tel Aviv ein Retreat durchführen. Diese Nachrichten lösten eine unglaubliche Aufregung aus. Viele Dinge mußten plötzlich arrangiert werden: Leute wurden angerufen, das Zentrum wurde geschrubbt und geschmückt, alles wurde aufgeräumt, das Retreat geplant, Räume für die öffentlichen Vorträge gemietet und Anzeigen aufgegeben.
Eine gute Freundin des Zentrums, Rachel Salzburg, bot an, Swamiji bei seiner Ankunft zu bewirten, ihre Freunde wollten ein besonderes Essen zubereiten. Es gab eine Menge Vorbereitungen und noch mehr Aufregung. Ehrlich gesagt dachte ich, daß das alles ein bißchen viel Wirbel um einen einfachen Menschen war, aber meine Neugierde auf diese Person, die solch einen Betrieb und Geschäftigkeit und so viel deutliche Freude verursachte, wuchs immer mehr.
Am Abend von Swamijis Ankunft fuhren Swami Dayananda und Rachel zum Flughafen, während sich in Rachels Wohnung ungefähr 25 Menschen versammelt hatten. Wir saßen herum und plauderten, und diejenigen, die Swamiji kannten, erzählten amüsante Geschichten über ihn. Aber das Flugzeug hatte Verspätung und wir wurden immer unruhiger und aufgewühlter. Einige mußten gehen.
Nach mehr als vier Stunden Wartezeit gab es plötzlich einen riesigen Tumult im Treppenhaus. Irgendwas Mächtiges kam die vier Etagen heraufgestürmt und kam offensichtlich in unsere Richtung. Die Tür flog auf mit einer wirbelnden Energie und ein sehr kleiner Inder in einem braunen Regenmantel und braunen Hosen stand direkt vor mir und sah mich sehr aufmerksam an.
Mein Herz stand still, als er seine beiden sanften Händen ausstreckte, meine Hände in seine nahm und sagte: “Ich habe alles über Dich gehört.“ In diesem Moment fühlte ich, daß meine Vergangenheit, meine Gegenwart und meine Zukunft durch seine Hände ging und er alles von mir wußte. In der nächsten Sekunde ging er durch den Raum, begrüßte alte Freunde, lachte schallend, machte neue Bekanntschaften und gab Anweisungen an seinen Sekretär und an Swami Dayananda. Das Merkwürdige war, daß er nun sehr groß erschien und keineswegs mehr klein. Ich war gleichzeitig verwirrt, erschüttert, sprachlos und verblüfft. Er wußte alles über mich - mein ganzes Herz, das ich versteckt gehalten hatte, er wußte genau, wie es darin aussah.
Wir setzten uns alle um einen großen Tisch, um zu essen. Der nächste Schock. Ich bin in einer britisch-kolonialen Weise erzogen worden, wo es sogar ein Sakrileg war, einen Ellenbogen auf den Eßtisch zu legen. Und dieser Swami hier vermischte sein Essen auf dem Teller mit seiner Hand! Er zerquetschte sogar das Essen zwischen seinen Fingern und steckte es dann mit der Hand in den Mund, er aß wie ein Verrückter, wie ein kleines Kind. Er sagte auch zu Rachel, die eifrig Essen auf seinen Teller lud, daß er „ein guter Junge“ sei. „Schau, ich esse alles auf“. Ich konnte diese barbarische Szene kaum begreifen und mein Geist hatte fast einen Kurzschluß. Ich starrte mit offenem Mund. Swamiji starrte zurück und fragte mich nach meinem Alter, mitten in der Unterhaltung mit jemand anderem. Ich konnte es gerade herausstammeln, aber er sprach schon mit jemand anderem.
Er nahm einen Krug mit Wasser, hielt ihn um eine Armlänge in die Höhe, kippte seinen Kopf nach hinten und schüttelte den halben Inhalt von einem Fuß Höhe direkt in seine Kehle hinein. Das war zuviel für mich. „Überhaupt keine Manieren“ dachte ich. ( Erst später, als ich nach Indien kam und dort jeden auf diese Weise trinken und essen sah, habe ich erkannt, daß dies eine kulturelle Regel war).
Als ich diese Nacht wach lag, war mein ganzes Sein ausgefüllt mit der außergewöhnlichen Präsenz dieser Person, der gleichzeitig so klein und groß, so nah und fern, so aufmerksam und scharfsichtig war und sich anscheinend nicht darum kümmerte, was andere von ihm dachten. Er war wirklich eine ziemlich geheimnisvolle Persönlichkeit. Ich glaube, als ich einschlief, funkelten meine Augen ein wenig, einfach weil ich an ihn dachte.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Silvia Goldsmith über Swami Vishnu-devananda

Montag, Dezember 8th, 2008

Im April 1976 kam ich zum ersten Mal zum Yoga retreat nach Nassau, zur Konferenz für Yoga und Psychologie. Mein erster Blick auf Swamiji war eine Überraschung, hier war dieser große, irdische Mann mit einem warmen, lachenden Gesicht, der strahlte, auf dem Retreat ohne Begleitung von Dienern heumspazierte, die Menschen grüßte und sah, daß die Dinge gut liefen.
Später während der abendlichen Talentschau sang ein englischer Komiker vom Typ Monty Python ein Lied nach der Melodie von Belafontes Banana Boat Man. „Swami Vishnu macht Dich jederzeit glücklich“ war der Refrain, die Litanei hatte satirische Anspielungen auf das Gedränge auf dem Retreat, die Reihen von Menschen, die auf dem Boden schliefen, auf das ausgehende Wasser, die fehlenden Badezimmer u.s.w.
Ich sah hinüber zu Swami Vishnu, ob er verärgert war, aber er lachte noch herzlicher als sonst. Hier war ein guru, der nicht erwartete, daß man ihn in stillen Tönen verehrte. Leben war erlaubt, Glück war o.k. und Humor wurde anerkannt.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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Radha schreibt über Swami Vishnu-devananda

Sonntag, Dezember 7th, 2008

Ich war siebzehn Jahre alt, als ich Swamiji das erste Mal traf. Es war im Frühling 1971. Unsere Lehrerin hatte ihre Schüler eingeladen, mit ihr ein Wochenende im ashram in Val Morin zu verbringen. In diesem Jahr waren hochhackige Schuhe „in“ und ich ließ meine an der Tür des Krishnatempels zurück. An diesem Tag saßen nicht mehr als fünfzehn Leute bei Swamiji. Ich dachte, daß er mich direkt ansah, als er sagte: „Wenn Gott gewollt hätte, daß wir hochhackige Schuhe tragen, glaubst Du nicht, daß er dafür gesorgt hätte, daß ein Knochen aus dem Fuß heraussteht?“ Ich lachte mit den anderen. Es war keine Bosheit in seiner Stimme, nur eine einfache Aussage. Ich lache auch jetzt, um seine Stimme in meinem Kopf zu hören. Nichts hatte sich für mich jemals ehrlicher angehört.
An diesem Wochenende hörte ich zum ersten Mal Kirtan (spirituelle Gesänge). Als ich Val Morin am Sonntag verließ, nahm ich ein Geschenk mit, welches mir in den folgenden zwanzig Jahre Kraft gab, „Om Namo Bhagavate Vasudevaya.“ Dieses Mantra schwingt in meinem Herzen und meinem Geist seit dem Tag, an dem ich es zum ersten Mal hörte.

Aus: “The Yogi” von Golapakrishna

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