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Nach zwölf Stunden Busfahrt erreichten wir unser Hotel in Palghat gerade nach Einbruch der Dunkelheit. Es gab keinen Strom, da abends öfter der Strom abgestellt wurde. In der fensterlosen Hotelgängen konnte man die Zimmernummern an den Türen nicht erkennen, also erfühlten wir uns gewissermaßen den Weg raus aus der Halle zum zweiten Stock und ertasteten die Nummern wie Braille, bis wir bei Nr. 206 angelangt waren.
Wir zogen uns rasch um und gingen direkt wieder los, um Swamiji am Abend im Sivananda Ashram in Palghat zu treffen. Swamiji sprach bereits, als wir eintrafen und einige von unserer Gruppe gaben eine sehr improvisierte Vorstellung von Asanas. Die Halle war mit über 600 Menschen gefüllt, die auf dem Boden saßen oder herumstanden. Viele irrten draußen umher. Der ansässige Swami sprach Malayalam, was für jeden, der es verstand, sehr lustig erschien - irgendwas vom fliegenden Swami, der nun bodenständig geworden war.
Swamiji sprach kurz über das Konzept des Meisters vom integralen Yoga und endete mit einem sehr spirituellen kirtan. Nach dem arati kam die Menge, um seine Füße zu berühren, da er am Rand der Bühne stand. Es sah erst aus, als würde es sehr emotional werden, aber Swamiji glich die Situation aus, indem er ständig ruhig Om Namo Narayanaya sang, mit geschlossenen Augen, während eine Welle von Menschen nach der anderen zu ihm heraufkam.
Madasala
Ottawa, Ontario, Canada
Aus: “The Yogi”, Biography of Swami Vishnu Devananda von Gopala Krishna
Informationen über die Ausbildung zum Yoga-Lehrer gibt es hier.