Die Broschüre
Mittwoch, Mai 20th, 2009 <!– /* Font Definitions */ @font-face {font-family:”Calisto MT”; panose-1:2 4 6 3 5 5 5 3 3 4; mso-font-charset:0; mso-generic-font-family:roman; mso-font-pitch:variable; mso-font-signature:3 0 0 0 1 0;} /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal {mso-style-parent:”"; margin:0cm; margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:”Times New Roman”; mso-fareast-font-family:”Times New Roman”;} p.MsoBodyText3, li.MsoBodyText3, div.MsoBodyText3 {margin:0cm; margin-bottom:.0001pt; text-align:justify; mso-pagination:widow-orphan; font-size:9.0pt; mso-bidi-font-size:10.0pt; font-family:”Calisto MT”; mso-fareast-font-family:”Times New Roman”; mso-bidi-font-family:”Times New Roman”;} @page Section1 {size:612.0pt 792.0pt; margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; mso-header-margin:36.0pt; mso-footer-margin:36.0pt; mso-paper-source:0;} div.Section1 {page:Section1;} –>
/* Style Definitions */
table.MsoNormalTable
{mso-style-name:”Normale Tabelle”;
mso-tstyle-rowband-size:0;
mso-tstyle-colband-size:0;
mso-style-noshow:yes;
mso-style-parent:”";
mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;
mso-para-margin:0cm;
mso-para-margin-bottom:.0001pt;
mso-pagination:widow-orphan;
font-size:10.0pt;
font-family:”Times New Roman”;
mso-ansi-language:#0400;
mso-fareast-language:#0400;
mso-bidi-language:#0400;}
SADHANA TATTWA
Im Einführungskapitel hat Swamiji über eine Broschüre gesprochen, die er in einem Papierkorb in seinem Büro gefunden hatte.Der Inhalt dieser Broschüre war sein erster Einblick in ein spirituelles Leben. Es führte dazu, daß er Swami Sivananda traf, seinen zukünftigen Guru.
Was war das für eine kleine Broschüre, die den jungen Mann so fesselte? Es ist wohl am besten, die Worte für sich selbst sprechen zu lassen.
Die Wissenschaft der Sieben Disziplinen für die Schnelle Entwicklung der Menschlichen Seele,
geschrieben von H.H. Sri Swami Sivananda
Eine Unze Praxis ist mehr Wert als Tonnen Theorie. Praktiziere Yoga, Religion und Philosophie und erhalte Selbstverwirklichung.
Diese zweiunddreißig Instruktionen geben die Essenz der ewigen Religion (Sanatana Dharma) in seiner reinsten Form wider. Sie sind auch geeignet für den modernen arbeitenden Hausherrn mit festgelegten Arbeitszeiten. Modifiziere sie nach Deinen Bedürfnissen und verlängere die Zeiten nach und nach.
Am Anfang fasse nur einige praktikable Vorsätze, die eine kleine, aber bestimmte Verbesserung für Deinen jetzigen Gewohnheiten und Wesenszüge ermöglichen. Falls Du krank bist, unter Arbeitsdruck stehst oder unvermeidbare Verpflichtungen hast, ersetze Dein aktives Sadhana durch häufiges Denken an Gott.
Disziplin der Gesundheit
Esse mäßig. Nehme leichtes und einfaches Essen zu Dir. Opfere es Gott, bevor Du ißt. Laß Deine Ernährung ausgewogen sein.
Vermeide Chillies, Knoblauch, Zwiebeln, Tarmarind u.a. so gut wie möglich. Gib Tee- und Kaffeetrinken, Rauchen, Betelkauen, Fleisch und Wein vollständig auf.
Faste an Ekadasi (alle vierzehn Tage). Nehme nur Früchte, Milch und Wurzelgemüse zu Dir. Praktiziere Asanas oder andere körperliche Übungen für fünfzehn bis dreißig Minuten. Gehe täglich lange spazieren oder spiele kraftvolle Spiele.
Disziplin der Energie
Schweige zwei Stunden am Tag und sonntags vier bis acht Stunden.
Lebe Deinem Alter und den Umständen entsprechend im Zölibat. Schränke die Befriedigung auf einmal im Monat ein. Vermindere sie nach und nach auf einmal im Jahr. Schließlich lege den Eid der Entsagung für das ganze Leben ab.
Disziplin der Ethik
Spreche die Wahrheit. Spreche wenig. Spreche freundlich. Spreche sanft.
Verletze niemanden in Gedanken, Worten oder Taten. Sei freundlich zu allen.
Sei ehrlich, aufrichtig und offenherzig in all Deinen Gedanken und Taten.
Sei rechtschaffen. Verdiene im Schweiße Deines Angesichtes. Akzeptiere kein Geld, Geschenk oder Gefälligkeit, bevor Du sie nicht gesetzmäßig verdient hast.
Entwickel Würde und Integrität.
Kontrolliere Ausbrüche von Ärger, indem Du Gelassenheit, Geduld, Liebe, Gnade und Toleranz entwickelst. Vergesse und Vergebe. Passe Dich Menschen und Ereignissen an.
Disziplin des Willens
Lebe für eine Woche oder einen Monat ohne Zucker. Gib Sonntags das Salz auf.
Gib das Kartenspielen auf, ferner das Lesen von Geschichten und den Besuch von Kinos und Klubs. Entfliehe schlechter Gesellschaft. Vermeide Diskussionen mit Materialisten. Mische Dich nicht unter Leute, die kein Vertrauen zu Gott haben oder die Dein Sadhana kritisieren.
Schränke Deine Wünsche ein. Verringere Deinen Besitz. Lebe einfach und denke erhaben.
Disziplin des Herzens
Anderen Gutes zu tun ist die höchste Religion. Verrichte jede Woche einige Stunden selbstlosen Dienst, ohne Egoismus oder Erwartung einer Belohnung. Erfülle Deine weltlichen Pflichten mit der gleichen Einstellung. Arbeit ist Verehrung. Widme sie Gott.
Gib zwei bis zehn Prozent Deines Einkommens jeden Monat einer wohltätigen Einrichtung. Teile alles, was Du besitzt, mit anderen. Laß die Welt Deine Familie sein. Beseitige Selbstssucht.
Sei bescheiden und verbeuge Dich geistig vor allen Wesen. Fühle überall die göttliche Gegenwart. Gib Eitelkeit, Stolz und Heuchelei auf.
Habe unerschütterliches Vertrauen in Gott, in die Gita und in Deinen Guru. Gebe Dich vollständig Gott hin und bete:“Dein Wille geschehe, ich will nichts.“ Unterwerfe Dich bei allen Ereignissen und Lebenslagen mit Gleichmut dem göttlichen Willen.
Erschaue Gott in allen Wesen und liebe sie wie Dich selbst. Hasse niemanden.
Erinnere Dich ständig an Gott oder wenigstens beim Aufstehen, während der Arbeitspause und beim Zubettgehen. Bewahre in Deiner Tasche eine mala (Rosenkranz) auf.
Disziplin der Psyche
Studiere jeden Tag ein Kapitel oder zehn bis zwanzig Verse der Gita, mit seiner Bedeutung. Lerne Sanskrit, wenigstens soviel, daß Du die Gita im Original verstehen kannst.
Nach und nach lerne die ganze Gita auswendig. Bewahre sie immer bei Dir auf.
Lese täglich oder feiertags Ramayana, Bhagavata, Upanishaden, Yoga Vasishta oder andere religiöse Bücher.
Geh bei jeder Gelegenheit zu religiösen Treffen, kirtans und Satsangs von Heiligen. Organisiere solche Treffen an Sonn- und Feiertagen.
Besuche einen Tempel oder einen Platz der Verehrung mindestens einmal die Woche und organisiere dort kirtans und Gesprächskreise.
Verbringe Deine Feiertage und Urlaube, wenn möglich, in der Gemeinschaft von Heiligen oder praktiziere Sadhana zurückgezogen an heiligen Plätzen.
Disziplin der Spiritualität
Geh früh zu Bett. Steh um vier Uhr morgens auf. Gib dem natürlichen Drang nach, säubere Deinen Mund und nimm ein Bad.
Rezitiere einige Gebete und kirtan dwanis. Praktiziere Pranayam, japa und Meditation von 5.00 bis 6.00 Uhr. Sitze bewegungslos in padmasana, siddhasana oder sukhasana.
Führe Deine tägliches sandya, gayatri japa, nityakarma aus und verehre sie, wenn Du welche hast.
Schreibe Dein bevorzugtes Mantra oder den Namen Gottes zehn bis dreißig Minuten täglich in ein Notizbuch.
Singe die Namen des Herrn (kirtan). Wiederhole abends einige Gebete, stotras und bhajans eine halbe bis eine Stunde lang, zusammen mit Deiner Familie und Deinen Bediensteten.
Fasse jährlich Entschlüsse zu den obigen Zeilen. Regelmäßigkeit, Zähigkeit und Beständigkeit sind wesentlich. Halte Dein Sadhana täglich in einem spirituellen Tagebuch fest. Schau es jeden Monat erneut an und verbessere die Fehler.
Aus: “The Yogi”, Biography of Swami Vishnu Devananda von Gopala Krishna
Informationen über die Ausbildung zum Yoga-Lehrer gibt es hier.