Posts Tagged ‘Hingabe’

Hingabe

Mittwoch, Februar 18th, 2009

Wenn ich zu Euch komme, bete ich zum Meister und ändere meine Schwingungen:“ Mache mich nicht egoistisch, lasse nicht zu, daß ich glaube, mehr als diese Menschen zu wissen, laß mich nur als ein Instrument spechen, als Dein Instrument, nehme dieses Ego von mir, Ich bin.“ Das ist alles. Ich spreche dieses Gebet, bevor ich zu Euch komme. Ich lege Blumen an den Altar, ich opfere Lord Shiva, dem Guru, meinem Lehrer, Lord Krishna, Devi, und natürlich den Schülern und Euch allen, ich komme zu Euch und verbeuge mich auch geistig vor Euch. Ich glaube nicht, daß Ihr einfach nur Schüler seid.

Es gibt also ein Ziehen der Sinne, des Geistes und der Emotionen hin zur Mitte. Ich BIN, groß BIN ich, nicht das kleine Ego. Das kleine Ego ist identifiziert mit dem muskulären Körper:“Oh, ich wiege 155 Pfund, der große Swami Vishnu.“ Aber das Selbst, Atman, die zentrale Kraft ist unendlich. Wenn ich also das kleine Ego wegnehme, kann ich mich mit dem großen Ego identifizieren. Das wird Gott genannt. Das ist alles, was Yoga ist.

Ich habe nicht die Absicht, eine äußere Show aufzuführen, jeder kann kann sich eine äußere Erscheinung zulegen. Es ist ganz einfach, es ist eine Illusion. Sobald ich hier erscheine, verbeugen sich alle meine Schüler vor mir und rufen „Ooh ahh!“Jedesmal, wenn ich erscheine, kommt plötzlich „aahh!“Ich kann diese Show aufführen, aber mein Geist wird davon nicht besser, er wird eher schlimmer. Gurudev Sivananda hat diese äußere Show zu keiner Zeit zugelassen. Er versuchte, dieses Showgeschäft zu beseitigen, diese religiöse Heuchelei. Andere gingen mit Pfauenfedern umher und schlugen jeden damit, die Schüler standen Schlange und jeder wurde mit der Feder geschlagen. Was für eine Heuchelei ist das? Als ob sie die Macht hätten, jeden zu schlagen, Wissen weiterzugeben, indem sie mit einer Pfauenfeder schlugen! Versteht Ihr die Motive dieser Leute?

Ich komme nicht mit einem Ego. Nur das zu sagen ist auch schon Ego. Wenn Ihr sagt, „Ich komme nicht mit einem Ego“, ist das auch schon Ego. Aber ich muß Worte gebrauchen, wißt Ihr, ich gebrauche die Wörter, weil ich ein Ego habe. Wenn ich kein Ego hätte, könnte ich nicht zu Euch sprechen. Aber ich bringe auch dieses Ego Gott als Opfer dar. Opfert alles Gott. Das nennt man Hingabe. Ohne diese Hingabe werdet Ihr keinen Schritt auf dem spirituellen Pfad weiterkommen, Ihr könnt Euch überhaupt nicht bewegen, alles ist Gottes Gnade.

Swamiji lehrt Menschen, selbst gesetzte Grenzen zu überschreiten

Sonntag, Januar 25th, 2009

Viele Menschen, die Swamiji trafen, konnten klarer erkennen, wie ihr Geist arbeitete. Aufgrund des Verständnisses, das dieses Wissen ihnen gab, konnten sie wachsen und ihr Leben etwas „himmlischer“ gestalten.

Ich traf Swamiji das erste Mal 1986 bei der Yogalehrerausbildung in Vigo in Spanien. Ein kleiner, dynamischer, lustiger und gütiger Mann, er machte schnell einen sehr starken Eindruck auf mich. Wenn ich zurückblicke, erkenne ich, daß ich sehr froh sein kann, Swamiji aus erster Hand als meinen Lehrer erfahren zu haben. Er war sehr intensiv und fordernd. Er trieb uns an und redete uns gut zu und ließ uns bis spät in die Nacht aufbleiben, um seine Botschaft an uns weiterzugeben. Ich glaube, sein Hauptanliegen war, uns aufzuwecken, so daß wir unser wahres Selbst und unsere Verantwortung im Leben erkennen.
Eine seiner besten Lektionen, die ich lernte, war meine selbst gesetzten Grenzen zu überschreiten. Oft trieb uns Swamiji bis an unsere Grenzen und darüber hinaus. Das brachte unglaublichen Widerstand in mir auf, da ich es hasse, vorangetrieben und gedrängt zu werden. Aber indem ich diese negativen Gefühle hinter mir ließ und mich einfach auf die Dinge einließ, die ich für mich herausfand, konnte ich mehr erreichen, als ich mir jemals erträumt hatte. Die Macht der positiven (und negativen!) Gedanken wurde sehr klar.

Shanti
Vancouver, British Columbia

Swamiji lehrte mich während meiner fortgeschrittenen Lehrerausbildung viele Lektionen. Einmal wurde ich sehr wütend auf jemanden aus dem Kurs und war soweit, ihn richtig anzuschnauzen. Am Abend beim Satsang hatte ich eine sehr starke Vision. Ich sah und fühlte tatsächlich, daß das Licht, welches in Swamiji schien, auch in mir und in jedem anderen vorhanden war, auch in dieser anderen Person. Das war eine sehr intensive Erfahrung. Mein Ärger verschwand vollkommen und an seine Stelle trat Mitgefühl und Ehrfurcht.

Amba
Val Morin, Quebec

Aus: “The Yogi”, Biography of Swami Vishnu Devananda von Gopala Krishna

Informationen über die Ausbildung zum Yoga-Lehrer gibt es hier.

Devanandas Art zu lehren oder erledige es sofort wenn es sofort geht.

Freitag, Januar 16th, 2009

Oft war die Aufgabe an sich völlig unwichtig. Swamiji benutzte hauptsächlich die gestellte Aufgabe, um Dir beizubringen, in einer bestimmten Art zu denken und um Dich auf größere Verantwortung vorzubereiten. Er bestand immer darauf, daß alles, was Du machtest, mit größtmöglichem persönlichem Einsatz verrichtet wurde. Er akzeptierte keine Entschuldigung für etwas, was schlecht oder unsauber gemacht wurde.

“Swamijis Dynamik kannte keine Grenzen. Er wollte buchstäblich immer alles sofort erledigt haben. Er wollte noch nicht einmal bis zum anderen Tag warten, egal zu welcher Uhrzeit er etwas verlangte. Etwas Interessantes ereignete sich 1980 im Kibbutz zu Beginn der ersten Yogalehrerausbildung in Israel.

Die Leiterin des Zentrums in München wurde für zehn Tage zu diesem Einweihungskurs eingeladen. Natürlich änderten sich die Pläne, wie eigentlich fast immer bei Swamiji. An einem Freitagabend, nach dem Beginn des jüdischen Sabbats, beauftragte Swamiji mich, sie sofort auf einen Flug nach Indien zu buchen. Ich erklärte ihm, daß am Sabbat alle Geschäfte geschlossen seien und die Wahrscheinlichkeit, am nächsten Tag einen Flug nach Indien zu bekommen, äußerst gering wären. Außerdem wußte ich, daß Indien und Israel nicht sehr gut befreundet waren, so daß es nicht viele Flüge gäbe. Aber natürlich bestand er darauf, daß ich es versuchte.

Nicht nur, daß alle Geschäfte bis Sonntagmorgen geschlossen waren, es gab auch nur ein einziges Telefon, für das ich auch noch spezielle Münzen brauchte, von denen ich nur einige hatte. Der Kibbutz war auch noch meilenweit von Tel Aviv entfernt. Aber ich konnte nicht nein zu Swamiji sagen, also rief ich unsere Reisebüromitarbeiterin zu Hause an (glücklicherweise war sie eine unserer Yogaschülerinnen und verstand die Eile). Aber es gab nicht einen einzigen Flug an diesem Tag und sowieso nur einen pro Woche. Was war mit Transferflügen z.B. über die Türkei? Keine Chance. Also mußte ich Swamiji diese Nachrichten mitteilen. Er war erst zufrieden, nachdem ich gründlichst nachgeforscht hatte.”

Swami Padmapadananda

Über Swami Devananda, Mantraeinweihung und Hingabe

Mittwoch, Januar 14th, 2009

Ich erhielt meine Mantraeinweihung 1978 auf der Yogaranch in Woodbourne. Ich kann immer noch seine Finger auf meiner Stirn fühlen.

Charlene Gordon
Victoria, British Columbia

Eines Tages, nach einem Bootsausflug nach Nassau, kehrte ich in den Ashram zurück und befestigte das Boot sicher am Dock, zumindest glaubte ich das. Das nächste, woran ich mich erinnere, war, daß jemand mich fragte, ob ich im Bootsdienst sei und als ich mit ja antwortete, hieß es „Swamiji will Dich sehen.“ Sie hätten auch sagen können, „Das Exekutionskommando erwartet Dich.“ Aber seltsamerweise hatte Swamiji bereits zwei ältere Mitarbeiter rufen lassen, als ich am Dock erschien und ihnen lautstark mitgeteilt, wie er das Boot gefunden hatte, nur an einem Ende befestigt. Er sah mich noch nicht einmal an, als er plötzlich noch einige andere falsche Dinge bei Vertäuen und Sicherung am Dock fand. Er brüllte die älteren Mitarbeiter an, ins Wasser zu gehen und alles in Ordnung zu bringen. Sie fügten sich sofort. Ich fühlte mich sehr unwohl, da ich die ganze Sache verbockt hatte, aber nichts von dem Zorn abbekam.
An diesem Abend bei der Meditation erzählte Swamiji dieses Vorkommnis und darüber, wie er sich selbst anschließend überprüft hatte. Mit Erstaunen in seiner Stimme und in seinem Blick erzählte er, wie seine Schüler sofort ohne Nachzudenken seinem Befehl gehorcht hätten und in den Nassauer Hafen gesprungen wären, um alles sicher zu vertäuen. „Welch eine Hingabe!“ rief er aus. Er sagte, daß noch nicht einmal in Indien solche Hingabe zu finden sei. Swamiji sagte zu den Staunenden, daß er keinerlei Kontrolle über diese Schüler habe. Wenn sie gewollt hätte, hätten sie ohne weiteres sagen können, „Bye-bye Swamiji“ und wären gegangen. Aber sie waren geblieben.

Swami Swyamananda

Über Swami Devananda, Mantraeinweihung und Hingabe

Dienstag, November 30th, 1999

Ich erhielt meine Mantraeinweihung 1978 auf der Yogaranch in Woodbourne. Ich kann immer noch seine Finger auf meiner Stirn fühlen.

Charlene Gordon
Victoria, British Columbia

Eines Tages, nach einem Bootsausflug nach Nassau, kehrte ich in den Ashram zurück und befestigte das Boot sicher am Dock, zumindest glaubte ich das. Das nächste, woran ich mich erinnere, war, daß jemand mich fragte, ob ich im Bootsdienst sei und als ich mit ja antwortete, hieß es „Swamiji will Dich sehen.“ Sie hätten auch sagen können, „Das Exekutionskommando erwartet Dich.“ Aber seltsamerweise hatte Swamiji bereits zwei ältere Mitarbeiter rufen lassen, als ich am Dock erschien und ihnen lautstark mitgeteilt, wie er das Boot gefunden hatte, nur an einem Ende befestigt. Er sah mich noch nicht einmal an, als er plötzlich noch einige andere falsche Dinge bei Vertäuen und Sicherung am Dock fand. Er brüllte die älteren Mitarbeiter an, ins Wasser zu gehen und alles in Ordnung zu bringen. Sie fügten sich sofort. Ich fühlte mich sehr unwohl, da ich die ganze Sache verbockt hatte, aber nichts von dem Zorn abbekam.
An diesem Abend bei der Meditation erzählte Swamiji dieses Vorkommnis und darüber, wie er sich selbst anschließend überprüft hatte. Mit Erstaunen in seiner Stimme und in seinem Blick erzählte er, wie seine Schüler sofort ohne Nachzudenken seinem Befehl gehorcht hätten und in den Nassauer Hafen gesprungen wären, um alles sicher zu vertäuen. „Welch eine Hingabe!“ rief er aus. Er sagte, daß noch nicht einmal in Indien solche Hingabe zu finden sei. Swamiji sagte zu den Staunenden, daß er keinerlei Kontrolle über diese Schüler habe. Wenn sie gewollt hätte, hätten sie ohne weiteres sagen können, „Bye-bye Swamiji“ und wären gegangen. Aber sie waren geblieben.

Swami Swyamananda