Seminartipp – Klangtherapie im Yogaunterricht
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Klangtherapie im Yogaunterricht -Yogalehrer Weiterbildung 03.02.12 – 05.02.12 im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Du möchtest Klangschalen und/oder Gongs im Yogaunterricht einsetzen? Hier lernst du, wie du mit Hilfe von Klang deinen Yogastunden eine besondere Note geben kannst. Mit den Klängen kannst du deine TeilnehmerInnen noch leichter in die Tiefenentspannung oder Meditation führen. Außerdem lernst du, Klangschalen und Gongs auch gezielt in den Asanas und beim Sonnengruß einzusetzen. Klangyoga, auch Nada Yoga genannt, hat eine lange Tradition. Klangyogastunden sind bei Kurstteilnehmern/innen sehr beliebt. Der Klang ist so fein in seiner Schwingung, dass er bis auf Zellebene in uns dringen kann. Er berührt uns in unseren tiefsten Tiefen und spricht das Urvertrauen an. Alles Leben ist Schwingung, Schwingung ist Klang. Also kann Klang niemals gegen etwas sein. Das würde heissen gegen das Leben zu sein. Der Klang wird sich sanft und zärtlich dem Wesen nähern, in das Wesen eindringen und zu verstehen geben, dass kein Kampf mehr nötig ist.
Yoga-Enthusiastin @ Januar 26, 2012
Vertrauen entwickeln - Teil 7 - Liebe trotzdem
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Es gibt einen schönen Text, der ausnahmsweise nicht von Swami Sivananda ist, von einem namens Kent Keith aus dem Buch „Paradoxe Empfehlungen“. Ein Text, den man ab und zu mal lesen kann.
„Menschen erscheinen manchmal unverschämt, unvernünftig und Ichbezogen – liebe sie trotzdem.
Wenn du gütig bist, werden dir manche vorwerfen, du hättest eigennützige Hintergedanken – sei trotzdem gütig.
Wenn du erfolgreich bist, wirst du scheinbar einige falsche Freunde und einige echte Feinde bekommen – sei trotzdem erfolgreich.
Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verletzlich – sei trotzdem ehrlich und offen.
Wer groß denkt, wird manchmal von Kleingeistern behindert – denke trotzdem groß.
Was du über Jahre aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden – baue trotzdem auf. Wenn du heiter und fröhlich bist, mögen Menschen dich beneiden – sei trotzdem heiter und fröhlich.
Was du heute Gutes tust, kann morgen vergessen sein – tue trotzdem Gutes.
Die Menschen, die Hilfe brauchen, mögen dich angreifen, wenn du ihnen hilfst, oder vergessen, was du ihnen getan hast – hilf den Menschen trotzdem.
Gib der Welt so viel du kannst und es wird nie genug sein – gib der Welt trotzdem so viel du kannst.“
Das sind Dinge, über die man öfters mal nachdenken kann, denn manchmal denkt man, wenn wir Gutes tun, dann müssten ja andere genau das gleiche auch tun. Es gibt eigentlich die goldene Regel: Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Und reagiere so, wie du gerne hättest, dass andere auf dich reagieren. Nur, man sollte nicht annehmen, dass jeder das so schätzt, was man macht. Und deshalb gibt es diesen Ausdruck „trotzdem“. Und man kann das auch fast wie ein Mantra machen, „trotzdem“. Das ist auch überschrieben als „trotzdem“. Also, wir können uns bewusst sein, langfristig auf die Dauer hilft das alles. Es hilft uns und es hilft anderen. Kurzfristig wird es zwischendurch Leute geben, die das nicht schätzen. Zu viele Menschen lassen sich davon abhalten, Gutes zu tun, weil es einmal jemanden gegeben hat, der sie dafür angegriffen hat, was sie Gutes tun. So wie es hier erscheint: „Menschen erscheinen oft unverschämt, unvernünftig und Ichbezogen.“ So handeln Menschen öfters. Aber Menschen sind nicht deshalb liebenswert, weil sie so großartig sind, allein dadurch, dass Menschen Menschen sind, sind sie liebenswert. Und man sagt auch, man wird respektiert für seine Stärken und geliebt für seine Schwächen. Und wenn wir nur Menschen lieben würden, die nur gute Eigenschaften haben, dann bleibt kaum noch jemand übrig. Und natürlich, die Eigenschaften, die es am schwierigsten macht, Menschen zu lieben, sind, wenn sie unverschämt sind oder mindestens uns erscheinen sie so. Ob sie wirklich unverschämt sind, ist ja noch eine ganz andere Frage. Wir sagen, uns erscheinen sie unverschämt, unvernünftig, Ichbezogen, dennoch, wir lieben sie trotzdem. Und das nächste ist: „Wenn du gütig bist, werden dir manche vorwerfen, du hättest eigennützige Hintergedanken.“ Ich glaube, das ist auch schon jedem so gegangen. Er hat wirklich sich bemüht, was Gutes zu tun, hat davon abgesehen, an eigenen Interessen, hat wirklich was Gutes getan, und manchmal wird es ja auch wertgeschätzt, vermutlich, es wird häufiger wertgeschätzt als nicht wertgeschätzt, aber dann gibt es den ein oder anderen, der einem vorwirft: „Du machst das nur deshalb.“ Dann ist man vollkommen verblüfft. Man hatte diesen Hintergedanken noch nicht mal wage gehabt. Und dann gibt es zu viele, die sagen: „Also, wenn das das Resultat ist, wenn ich mal freundlich bin, dass mir das vorgeworfen wird, dann werde ich nie mehr freundlich sein.“ Gut, glücklicherweise, nach ein paar Tagen ändert man das wieder, aber man sollte sich nicht davon abhalten, Gutes zu tun, nur weil andere einem vorwerfen, man hätte eigennützige Hintergedanken. Oder das nächste ist: „Wenn du erfolgreich bist, wirst du scheinbar einige falsche Freunde und einige echte Feinde bekommen.“ Auch das, es wird, wenn man erfolgreich in irgendwas ist, notwendigerweise wird es Neider geben. Solange man klein ist, dann gibt es kaum jemanden, der was dagegen hat. Aber sowie man irgendwie groß wird – das muss jetzt nicht heißen, dass man jetzt irgendwo international bekannt wird, sondern es reicht schon aus, wenn man irgendwo in seinem kleinen Bereich irgendwo größer wird. Schon wenn man in der Firma plötzlich zum Abteilungsleiter wird oder Teamleiter – vorher war man in seinem Team mit seinen Kollegen und es schien alles gut zu sein, prompt wird man zum Teamleiter oder Abteilungsleiter, prompt, Menschen, mit denen man vorher gut zurechtgekommen ist, verhalten sich ganz anders. Oder angenommen, man ist in einem Verein, engagiert sich, lässt sich zum Vereinsvorsitzenden wählen – es gab noch nicht mal irgendjemand anderes, der die Position angenommen hätte – man hat es nur gemacht, weil niemand anderes da war und die Sache ist irgendwo gut, prompt gibt es Leute, die usw. Also, dem ist so, und trotzdem sollte man einiges bewirken. Und wenn man von vornherein weiß, dass das vermutlich mit einhergeht, dann erstaunt es einen auch nicht, wenn es so passiert.
Daher nochmal die anderen ohne weiteren Kommentar, aber nochmal gelesen:
„Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verletzlich – sei trotzdem ehrlich und offen.
Wer groß denkt, wird manchmal von Kleingeistern behindert – denke trotzdem groß.
Was du über Jahre aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden – baue trotzdem auf. Wenn du heiter und fröhlich bist, mögen Menschen dich beneiden – sei trotzdem fröhlich.
Was du heute Gutes tust, kann morgen vergessen sein – tue trotzdem Gutes.
Manche Menschen, die Hilfe brauchen, mögen dich angreifen, wenn du ihnen hilfst – hilft ihnen trotzdem.
Gib der Welt so viel du kannst, es wird nie genug sein – gib der Welt trotzdem so viel du kannst.“
Hari Om Tat Sat
- wird fortgesetzt -
Mitschrift eines Vortrags von Sukadev Bretz im Rahmen eines Seminars zum Thema „Vertrauen entwickeln“ bei Yoga Vidya Bad Meinberg.
Die vollständige Vortragsreihe als mp3 Audio Podcast findest du unter http://y-v.de/vertrauen-entwickeln
Yoga-Enthusiastin @ Januar 25, 2012
Yoga für Schwangere – Yogalehrer Weiterbildung
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Seminartipp – Yoga für Schwangere – Yogalehrer Weiterbildung 24.02.12 – 26.02.12 im Seminarhaus Yoga Vidya Bad Meinberg. Lerne, spezielle Yogakurse für Schwangere zu unterrichten. Inhalte: Innere und äußere Veränderungen in der Schwangerschaft und wie diese durch Yoga harmonisiert und unterstützt werden können. Besonderheiten in den einzelnen Schwangerschaftsphasen. Aufbau der Yogastunde. Asana zur Wirbelsäulenstreckung, Rückenstärkung und Beckenöffnung. Spezielle Atemtechniken und Konzentrationshilfen. Mutter-Kind-Meditation. Mit Tipps aus der Hebammensprechstunde und einer Beispielyogastunde für Schwangere.
Yoga-Enthusiastin @ Januar 25, 2012
Events und Kongresse 2012
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Weltyogatag am Sonntag 26.02.2012 sowie Tag der offenen Tür in Bad Meinberg. Zum sechsten Mal findet der Weltyogatag statt. Dieser Tag wurde ins Leben gerufen, um ein Zeichen für Menschenrechte und ein friedliches Miteinander zu setzen. Auf der ganzen Welt veranstalten und praktizieren Menschen am selben Tag, zwischen 11 und 13 Uhr gemeinsam Yoga und Meditation. Yogalehrerinnen und Yogalehrer unterrichten kostenfrei und teilnehmende Yogis und Yoginis können für einen guten Zweck spenden und sich so für die Verbesserung der Menschenrechte einsetzen.Alle Spenden aus dem World Yoga Day 2012 gehen dieses Jahr an “Reporter ohne Grenzen/ Reporters without Borders”.
Yoga-Enthusiastin @ Januar 24, 2012
Vertrauen entwickeln - Teil 6 - Gottvertrauen entwickeln
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Ich möchte heute Abend ein paar Worte sagen vom Standpunkt von Bhakti her. Bhakti heißt Hingabe. Bhakti heißt Verehrung Gottes. Ich gebe ja gerade hier auch ein Wochenendseminar „Vertrauen entwickeln“. Und Vertrauen hat viele verschiedene Aspekte und vermutlich, das tiefstgehendste Vertrauen können wir bekommen, wenn wir Zugang finden zu einer höheren Wirklichkeit. Und wir singen ja zum Ende des Satsangs immer einige Mantras im Rahmen des Arati und das sind eigentlich Mantras des Vertrauens, sind Mantras des Loslassens. Wir rezitieren im Ashram ja morgens das Twameva, wir rezitieren es abends. Und morgens ist es so etwas wie ein Anvertrauen von all dem, was uns heute erwartet an Vertrauen an Gott und abends, all das, was wir gemacht haben, können wir loslassen, so dass wir anschließend gut schlafen können. Und die heutige Welt wird immer komplexer, man hat immer mehr Anforderungen und kaum jemand hat das Gefühl, dass er allen Anforderungen gewachsen ist. Unsere heutige Welt ist immer eine der Beschleunigung und irgendjemand hat mal gesagt: „Wenn du das Gefühl hast, dass du alles unter Kontrolle hast, dann läufst du nicht schnell genug.“ Das ist so ein bisschen dieser Geist der modernen Zeit. Und das ist auf der einen Seite gut, denn so können wir viel erleben, wir können viel erfahren, wir können viel bewegen, vielleicht auch mit dieser Einstellung sind Erfindungen gemacht worden, so dass wir jetzt nicht – mindestens in unseren Breiten – Angst haben müssen, ob wir diesen Winter überleben, weil wir vielleicht ansonsten verhungern würden, sondern es ist irgendwo eine Energie freigesetzt worden, so dass wir mindestens in diesen Breiten nicht befürchten müssen, dass bis zum Frühjahr die Hälfte des Stammes gestorben ist, wie es früher bei den alten Germanen üblich war in jedem dritten oder vierten Jahr, wenn die Ernte nicht ausreichend gut war. Also, es hat schon was Gutes auch und es hat auch was Gutes vom Standpunkt des Karmas her, man kann mehr erleben, mehr erfahren, also zügiger vielleicht sich entwickeln und wir können auch mehr Karma abarbeiten, vielleicht auch schneller zur höchsten Verwirklichung kommen. Mindestens können wir das hoffen. Gut, aber es hat natürlich auch Nachteile und Nachteile hat unter anderem, dass Menschen nicht mehr so gut schlafen können. Schlafstörungen sind weit verbreitet. Und wenn man überlastet ist und nicht richtig schlafen kann, dann kommt man sehr schnell in irgendeinen Burnout oder Überlastung oder Ängstlichkeit, Paranoia oder wie man es auch ausdrücken will. Und vor allen Dingen fällt es dann auch schwerer, zu meditieren. Und so ist es gut, dass wir morgens alles, was wir tun, Gott anvertrauen, und dass wir abends, was auch immer wir tun oder getan haben, auch wieder Gott anvertrauen. Swami Sivananda hat so schön gesagt: „Beginne den Tag mit Gott und schließe den Tag mit Gott, dann anschließend kannst du daran denken, fülle den Tag mit Gott und dann lebst du immer in Gott.“ Aber erst mal können wir damit anfangen. Und ein einfaches Gebet morgens wäre, zu sagen: „Oh Gott, was auch immer heute kommt, ich nehme es an als Deine Aufgaben an mich. Was auch immer kommt, ich nehme es an als Deinen besonderen Segen. Und was auch immer heute kommt, ich will es so gut tun, wie ich es kann. Und ich vertraue darauf, dass Du mir all die Fähigkeiten gibst, die ich brauche, um die Aufgaben zu erledigen.“ Und am Abend können wir auch wieder vielleicht kurz den Tag Revue passieren lassen, was so alles gewesen ist, und wir können dann sagen: „Was auch immer ich getan habe, habe ich nach bestem Wissen und Gewissen gemacht, so gut, wie ich es in dem Moment gemacht habe.“ Und so sollte man es auch tatsächlich machen. Wenn ihr z.B. die Wahl habt, was gut zu tun oder schlecht zu tun, dann sollte man es gut tun. Aber angenommen, man hat nur die halbe Energie, und dann kann man es vielleicht auch nur halb gut machen. Und wenn man es halb gut macht, dann macht man es immer noch so gut, wie man es in dem Moment machen kann. Wir können es nicht so gut machen, wie wir es machen würden, wenn wir jemand anderes wären als wir in dem Moment sind, oder in dem Moment machen können, wo wir gerade da sind. Und wenn wir mit dieser Einstellung es machen, das, was wir tun, so gut zu machen, wie wir können, im Bewusstsein, menschliche Fähigkeiten und die eigenen Fähigkeiten haben ihre Grenzen, aber wenn wir es trotzdem so gut machen, wie wir können, können wir am Abend guten Gewissens sagen: „Oh Gott, was auch immer ich getan habe, ich bringe es dir dar. Was auch immer ich gemacht habe, ich bringe es dir dar.“ Das ist ein einfaches Gebet. Oder ihr könntet das ganze Twameva singen, ihr könnt natürlich auch das Arati mitmachen oder ihr könnt nur diesen Teil sagen. Twameva Mata – Oh Gott, Du allein bist Mutter. Cha Pita Twameva – Du bist mein Vater, Du bist meine Freunde, Du bist meine Verwandte, Du bist alle meine Besitztümer, Du bist alles, alles, alles alles. Und das hat mehrere Bedeutungen. Es heißt zum einen, alle Menschen, die mir viel bedeuten, und alles, was mir viel bedeutet, ist letztlich wie ein Geschenk Gottes oder eine Manifestation Gottes. Das ist eine Weise, das zu sehen, und so können wir dankbar sein. Und wir können auch sagen: „Alles Wertvolle in meinem Leben ist irgendwo etwas, was von Gott kommt.“ Wir können es auch noch anders sagen, man kann auch sagen, all das, was wir uns erhoffen würden in einer idealtypischen Traumwelt, von Mutter, von Vater, von Verwandten, von Freunden, von Besitz und eigenen Fähigkeiten, all das, was wir dort erhoffen würden, dem kann vermutlich keiner gerecht werden. Ich glaube jeder, der jemals bei einem Psychotherapeuten war, weiß, Vater und Mutter sind an allem Möglichen schuld. Fünfundneunzig Prozent aller Eltern, vielleicht sogar mehr, haben als eine der Hauptmotivationen im Leben, das Bestmögliche zu tun für ihr Kind. Dennoch, fast jeder wird feststellen, die Eltern haben was falsch gemacht. Letztlich das, was Eltern tun sollten, können sie nicht tun. Das sind schon die Paradoxien der Kindererziehung. Auf der einen Seite soll man ein Kind immer trösten und Urvertrauen aufbauen, dass ein Kind nie umsonst schreit, dass es weiß, Urvertrauen. Auf der anderen Seite darf man Kindern auch keine Frustrationserlebnisse ersparen, sonst werden sie nachher, spätestens wenn sie in den Kindergarten kommen, dann erleben sie den Schock ihres Lebens, denn plötzlich tanzt nicht mehr jeder nach ihrer Laune. Schon dort könnt ihr sehen – wie kann man beidem gerecht werden? Antwort, ehrlich? Gar nicht. Und so, wer also Eltern ist, wird vielleicht mit seinen Eltern etwas mehr Mitgefühl haben. Gut, aber das, was wir erwarten von unseren Eltern oder erwartet hätten oder meinen, wir hätten es erwarten können, eigentlich kann das nur Gott wirklich erfüllen. Bedingungslose Liebe, Mata, die Mutter, kann Gott letztlich für uns sein. Bedingungslose väterliche Liebe, Pita, auch das kann Gott für uns sein. Ich hatte heute Nachmittag auch eine Frage: „Was kann man machen, wenn man keine liebevollen Eltern gehabt hat?“ Genaue Details habe ich nicht erfahren, weil es nur so ein anonymer Zettel war, aber es gibt Menschen, die haben schlimme Eltern auch gehabt. Wenn ich sage, fünfundneunzig Prozent, dann gibt es noch die restlichen paar Prozent. Dann können wir immer noch sagen, aber es gibt Eltern, die ideal bleiben, weil das ja aus der Transzendenz kommt, das ist letztlich Gott, Göttin, kosmischer Vater, kosmische Mutter. An die können wir uns wenden. Und wir können um göttliche Umarmung bitten, wie eine Mutter. Wir können darum bitten, dass wir lernen und wachsen, wie es ein Vater uns beibringen will. Wir können mit Gott sprechen, wie zu einem Freund. Und der ist immer da. Man kann zwar sagen, heutzutage ist auch Freund, Freundin immer da, nämlich wie? SMS. Ich weiß nicht, wird heute noch so gesmst oder wird nur noch gefacebooked? Geemailt in jedem Fall und telefoniert auch, sehen hoffentlich auch noch. Aber manchmal geht es nicht immer. Gott ist aber immer da, wir können immer Gott unser Herz ausschütten. Und auch, wenn die physischen Besitztümer uns verschwinden, dann, Gott bleibt weiterhin. Auf der physischen Ebene ist alles, was wir haben, letztlich eine Leihgabe mit unbestimmter Leihdauer. Es kann uns alles wieder genommen werden. Und in der letzten Bankenkrise hat man festgestellt, selbst der Euro an sich ist unsicher. Das Bankensystem ist unsicher. Es ist möglich, dass die gesamte Weltwirtschaft kollabiert. In den letzten zwei Jahren ist dieser Kollaps, ich glaube, dreimal abgewendet worden, indem ganze Volkswirtschaften das gesamte Volksvermögen der nächsten Jahre und Jahrzehnte verpfändet haben. Es bleibt nicht mehr viel, was man noch verpfänden kann. Also, es kann jederzeit passieren. Dennoch, es gibt etwas, auf das wir bauen können, und das ist letztlich Gott. Und das können wir morgens sagen, wir können es abends sagen. Zum zweiten können wir auch sagen: „Was auch immer ich tun werde oder getan habe, das will ich Gott darbringen.“ Das ist dieses „Kayena Vacha“. Zum Schluss ist dort „Narayanayeti Samarpayami. Das bringe ich Narayana dar.“ Narayana, Gott oder eigentlich, Narayana heißt, dem, der in allen Geschöpfen ist. Also, im Deutschen der Ausdruck „Gott“ ist ja immer ein bisschen schwierig, der ist mit Konnotation, manche haben dort schlechte Erfahrungen mit gemacht, manche können nichts damit anfangen, manche haben dort sehr gute Erfahrungen, aber stellen sich was Besonderes darunter vor. Also, wenn wir Narayana sagen in diesem Gebet, das sagt einfach, dem, der in allen Geschöpfen ist, dem wollen wir das darbringen, was auch immer wir tun. Und damit ist auch beinhaltet, zum einen, wir bringen es dar an Gott, aber weil er in allen Geschöpfen ist, wir wollen es auch darbringen zum Wohl von anderen. Das, was wir tun, tun wir nicht nur für etwas Abstraktes, wir tun es nicht nur für uns, wir tun es nicht nur für unsere unmittelbare Familie und Freunde, für die natürlich auch, sondern wir tun es für alle Wesen, mit denen wir in Kontakt kommen. Und wir wollen es tun, was auch immer wir tun, mit unserem Körper, Kayena. Was auch immer wir mit unserer Stimme tun, Vacha. Was auch immer wir tun mit unseren Gedanken, Manas, Buddhi, mit unserem Intellekt, mit unseren Sinnen, mit unseren Emotionen, Bhava und Prakriti, mit unserer Natur. Was auch immer es sein mag, das bringen wir diesem Narayana dar, diesem, der in allen Wesen ist. Das können wir morgens sagen und wir können es mit großer Hingabe sagen: „Was auch immer ich tue, ich will es darbringen.“ Und am Abend können wir wieder sagen: „Was auch immer ich heute gemacht habe, ich bringe es Gott dar.“ Und der Meister, bei dem ich gelernt hatte, Swami Vishnu, sagte immer: „Was immer ich getan habe, Gutes wie auch weniger Gutes, Gelungenes wie auch weniger Gelungenes.“ Und ich vermute, die meisten würden sagen, öfters schaut man am Tag zurück und stellt fest, man hat mehr nicht gemacht als gemacht. Es gibt da so eine moderne, fast Sisyphusarbeit, bei mir ist das zur Zeit Email. Da kommen irgendwie mehr als hundert Emails am Tag und jetzt bin ich auf einen genialen Trick verfallen. Ich sortiere das einfach, so in unserem Haupteingangskonto sind jetzt momentan null immer. Dann gibt es einen Unterordner für Bharata, der war gerade im Urlaub, der ist jetzt mit zweihundert angefüllt. Unterordner für Sukadev, der hat sich jetzt mit sechzig angefüllt. Dann schicke ich noch ein paar weiter. Aber letztlich, es ist immer mehr noch unbearbeitet als bearbeitet. Und das geht jetzt nicht nur mit Emails, das geht bei so vielem anderen auch. Also, nur dass ihr wisst, selbst wenn man einen Ashram leitet, dann ist es auch nicht so, dass man einfach nur gemütlich „Om“ sagt, ein paar weise Worte spricht und ansonsten gemütlich spazieren geht und bewusst isst und ansonsten nur meditiert und alles andere reguliert sich von selbst. Also, ich weiß auch, wovon ich spreche, wenn ich sage, man muss vieles, was ungetan ist, Gott darbringen. Und vieles, was man unvollkommen gemacht hat, Gott darbringen. Und vieles, wo man Erwartungen anderer nicht gerecht werden kann, muss man Gott darbringen. Und auch dort werden viele sagen: „Ja, vieles, was ich von mir erwarte und andere von mir erwarten, konnte ich nicht machen.“ Aber solange wir es so gut gemacht haben, wie wir in dem Moment konnten, mit unseren Kräften, die wir haben, nicht mit denen, die wir haben sollten oder meinen, haben sollten, dann können wir dann nachher sagen: „Alles, was ich getan habe, Oh Gott, will ich Dir darbringen. Und ich bringe es von ganzem Herzen dar.“ Und dann bitten wir darum: „Und alles andere, bitte, vervollständige Du.“ Und so ist dann der letzte Vers dieses Twameva: „Sarva Dharmam Parityajya Mam Ekam Sharanam Vraja Aham Tva Sarvapapebhyo Mokshayishyami Ma Shuchah.“ Das ist eigentlich ein Versprechen von Krishna, 18. Kapitel, Bhagavad Gita, 66. Vers. Und dort sagt Krishna: „Nachdem du alles abgewogen hast und nachdem du selbst überlegt hast, was zu tun ist, dann übergib alles Mir. Dann wirst du keine Fehler machen, Ich werde dich zur Freiheit führen.“ Das ist so wie das Versprechen, an das wir uns erinnern können, und das in ähnlicher Form ja auch Jesus im Neuen Testament gesagt hat. In ähnlicher Form finden wir das in fast allen Religionen. Wir bringen es Gott dar und sind in aller Demut, in aller Unvollkommenheit und dann können wir wissen, Gott wird uns befreien. Und das führt dann schon mal zu einer einfachen Befreiung, nämlich, wir können in Ruhe schlafen gehen, am nächsten Morgen in Ruhe aufwachen, am nächsten Morgen in Ruhe meditieren, am nächsten Morgen in Ruhe mit unserer Familie vielleicht kurz verbringen, in Ruhe zur Arbeit gehen. Dann fängt der Stress des Lebens an und wir engagieren uns in aller menschlichen Unvollkommenheit, machen all das, dann können wir uns zwischendurch noch an Gott erinnern. Zum Schluss können wir alles Gott darbringen und wieder in Ruhe und Freiheit den Tag beschließen.
Hari Om Tat Sat
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Mitschrift eines Vortrags von Sukadev Bretz im Rahmen eines Seminars zum Thema „Vertrauen entwickeln“ bei Yoga Vidya Bad Meinberg.
Die vollständige Vortragsreihe als mp3 Audio Podcast findest du unter http://y-v.de/vertrauen-entwickeln
Yoga-Enthusiastin @ Januar 23, 2012
Besonderer Seminartipp für ein Wochenende
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Liebe, Mitgefühl, Freude und Gleichmut im Seminarhaus Yoga Vidya Bad Meinberg, 10.02.12 – 12.02.12. Die vier Unermesslichen, auch bekannt als die Brahma Viharas, sind in einem kurzen und wunderschönen Gebet zu finden: „Mögen alle fühlenden Wesen Glück und die Ursache des Glücks besitzen, Mögen alle fühlenden Wesen von Leiden und der Ursache des Leides getrennt sein, Mögen alle fühlenden Wesen niemals von der Freude die frei ist von Leiden getrennt sein, Mögen alle fühlenden Wesen in Gleichmut verweilen, der frei ist von Anhaftung und Ablehnung.“
Yoga-Enthusiastin @ Januar 23, 2012
Gibt es Seminare in der Psychologischen Yogatherapie?
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Gibt es Seminare in der Psychologischen Yogatherapie?
Interview von Renate Witt mit Maik Zessin, Psychologische Yogatherapie im Hause Yoga Vidya in Bad Meinberg, über die Seminare in der Psychologischen Yogatherapie und den Unterschied zwischen Einzelberatung und Seminarbesuch. Die Psychologische Yogatherapie befindet sich im Seminarhaus Shanti. Wir freuen uns, Dich bei einem Seminar in unseren schönen Räumen begrüssen zu dürfen.
Yoga-Enthusiastin @ Januar 22, 2012
Vertrauen und Enttäuschungen
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Es klang in einer der Fragen an, dass man so ein Urvertrauen hat, das erschüttert wird. Erschüttert kann ein Vertrauen werden durch irgendwelche Enttäuschungen. Also, man kann enttäuscht werden von Menschen, man kann auch enttäuscht werden vom Schicksal. Man kann enttäuscht werden auch von sich selbst. Irgendwo, man spürt im Inneren, „das muss ich unbedingt machen“, man vertraut der Intuition und dann – funktioniert es immer, geht es immer gut, wenn ihr eurer Intuition vertraut? Also, meine Erfahrung sagt, nein, mindestens äußerlich betrachtet. Ich habe schon Dinge gehabt, wo ich irgendwann einen Ashram gesucht hatte, da war irgendwo ein Gebäude und ich habe gespürt, das ist es, ganz sicher. Ich habe die Nacht geträumt, dass Krishna dort war mit der Flöte und es war ganz wunderschön. Ich habe dort Licht gesehen und als ich das nächste Mal hinkam habe ich dort Naturwesen, Engelswesen gesehen und habe irgendwo Leute gesehen, Jaya Ganesha singend und alles und habe gedacht, ja, das ist es sicher. Das war es nachher nicht. Gut, es war dann auch nicht so tragisch, aber irgendwo ein paar tausend Euro haben wir schon verloren in all dem, was wir dann in die Wege geleitet haben, um das dann machbar zu machen. Aber von einer anderen Warte her war es gut. Warum? Das war wie die Generalprobe für hier. Wir haben dort den vollen Ablaufplan gehabt, wie man einen Ashram bezieht, wie man dort hingeht, wie man ein Team aufstellt, eine Broschüre dafür gemacht – das war alles schon fertig, alles da, Verträge unterzeichnet, war alles schon da und dann ging es im letzten Moment schief. Ich war schon ein bisschen enttäuscht und habe auch mit Sivananda gehadert und mit Krishna. Wie die mir so etwas zeigen können und dann – ist doch eine Unverschämtheit, oder? Sie geben mir die klare Intuition, dass es sein soll, und ich verkünde das auch noch, ich habe mich öffentlich blamiert. Wie können die so etwas machen? Und es gab da schon so ein paar, die dann an Sukadev gezweifelt haben. „Der hat irgendwo erzählt, was er so alles gesehen hat.“ Aber auf der andern Seite eben, es war gut, wir hätten diesen Ashram nicht so gut beziehen können vor über sieben Jahren, wenn wir das vorher nicht alles schon so weit mindestens planerisch durchgezogen hätten. Und als wir hier rein sind war alles keine größere Angelegenheit mehr, wir wussten ja schon, wie alles geht und die Pläne waren alle da. Wir wussten auch, was alles schiefgeht und waren darauf gefasst in jedem Moment, es kann noch etwas schiefgehen. Und ich war immer erstaunt, wie einfach es dann letztlich gegangen ist. Ich habe gedacht, jetzt geht noch irgendwas schief. Irgendwas in dem Vertrag stimmt noch nicht.
Und jetzt möchte ich euch noch bitten, eine kleine Übung zu machen. Mal zu gucken, wo ihr irgendwann mal eine Enttäuschung hattet, die euer Vertrauen erschüttert hat. Nehmt vielleicht nicht die schlimmste Sache, sondern nehmt, weil es nur zehn Minuten sind… Und vielleicht auch nicht etwas, was so kurz zurückliegt, sondern nehmt etwas, was ein bisschen länger zurückliegt und was vielleicht nicht ganz so tragisch war. Ich sage, vielleicht, wenn ihr was anderes nehmen wollt, was ganz tragisch war und vor kurzem war, könnt ihr auch. Aber dann könnt ihr überlegen: Und was ist Gutes darauf erwachsen? Im Sinne von, was habt ihr gelernt? Welche Fähigkeiten habt ihr bekommen? Und wie hat es euch oder anderen weitergeholfen? Für viele ist es gut, wenn ihr das schriftlich macht und wer will, kann auch noch ein paar Blätter nehmen. Für andere kann es hilfreich sein, wenn ihr das einfach überlegt und darüber nachdenkt. Also, hier sind Blätter und Stifte. Dann könnt ihr noch eine zweite, eher zukunftsorientierte, Aufgabe machen, wo ihr auch ein paar Minuten überlegen könnt, so irgendwo, welche Aufgabe vielleicht jetzt in naher Zukunft auf euch zukommt oder in der ihr gerade jetzt steckt. Dann könnt ihr überlegen: „Welche Fähigkeiten habe ich, die ich dabei einsetzen kann oder die dabei entwickelt und gefordert werden?“ Vielleicht auch Fragen: „Wenn es gut ausgeht, was habe ich gelernt?“ Und vielleicht etwas unangenehmer, aber dennoch hilfreich: „Wenn es schiefgeht - was auch immer ihr darunter verstehen wollt - was habe ich gelernt?“ Wobei ich dazusagen muss, angenommen, ihr habt bedingungsloses Bhakti, dann gibt es das Konzept des Schiefgehens nicht. Dann braucht ihr euch diese Frage nicht zu stellen. Das ist eigentlich jetzt eine neue Aufgabe, im Sinne von, in irgendeiner Situation ist man drin oder die nächsten Wochen, steht einem bevor, da kann man fragen: „Welche Fähigkeiten habe ich, um die Situation anzugehen?“ Oder: „Welche Fähigkeiten werden entwickelt dadurch, dass ich die Situation angehe? Was werde ich gelernt haben, wenn das Ganze erfolgreich abgeschlossen ist? Und was werde ich gelernt haben, wenn die Aufgabe irgendwo in einer kleineren oder größeren Katastrophe endet?“ Mit der Einschränkung, wer so ein bedingungsloses Vertrauen hat, dass er weiß, es gibt gar keine Katastrophen, es gibt sowieso nur den Willen Gottes, dann stellt sich die zweite Frage nicht. Aber wenn ihr eher der Raja Yogi seid, der schon auch in den Kategorien denken kann, dann ist die Sache des Lernens wieder von Relevanz. Das könnt ihr überlegen oder aufschreiben. Dann könnt ihr langsam abschließen. Das sind alles auch Überlegungen, die man auch noch später fortsetzen kann. Auch z.B. gerade die Übung davor, das waren ja jetzt zwei, also die erste von diesen beiden. Wann immer ihr irgendwo denken müsst an irgendeine schwierige Situation, die hoch kommt, oder wo ihr irgendwo was bedauert oder gegen jemanden Groll hegt, könnt ihr überlegen in diesen Terminologien, was habt ihr daraus an Fähigkeiten entwickelt, die irgendwo auch wertvoll sind. Und das zweite eben auch, wann immer ihr irgendwo eine neue Aufgabe habt, wo ihr vielleicht so ein bisschen davor Bammel habt, könnt ihr auch in dieser zweiten Kategorie denken. Und alles kann man auch mit Bhakti angehen und da habt ihr auch noch die Gelegenheit jetzt gleich eine Yogastunde mitzumachen.
- wird fortgesetzt -
Mitschrift eines Vortrags von Sukadev Bretz im Rahmen eines Seminars zum Thema „Vertrauen entwickeln“ bei Yoga Vidya Bad Meinberg.
Die vollständige Vortragsreihe als mp3 Audio Podcast findest du unter http://y-v.de/vertrauen-entwickeln
Yoga-Enthusiastin @ Januar 21, 2012
Laya Yoga Tiefenentspannung
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Yoga-Enthusiastin @ Januar 17, 2012
Vertrauen entwickeln - Teil 5 - Urvertrauen entwickeln
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Hier eine etwas schwierigere Frage: „Meine Kindheit und Jugend war schlimm. Ich will nicht ins Detail gehen, aber es lag nicht am Essen. Meine Fragen: Kann ich trotzdem noch das Grundvertrauen bekommen? Ein Psychologe sagte mir, das wäre nicht möglich. Zweitens: Meine Eltern haben sich bis heute wenig geändert. Wie kann ich mich vor ihnen schützen? Sie sind sehr vorwurfsvoll und negativ mir gegenüber eingestellt. Ich mache in ihren Augen alles falsch.“
Das ist jetzt anonym gekommen und deshalb kann ich jetzt nicht genau auf diese konkrete Sache eingehen, aber es ist vermutlich etwas, was viele irgendwo betrifft. Ob es jetzt die Eltern waren oder andere. Zunächst mal die Frage mit dem Urvertrauen. Manche nehmen an, wenn die Kindheit sehr schön war, die Eltern sich um das Kind liebevoll gekümmert haben, das Kind sich auf die Eltern verlassen konnte und immer, wenn das Kind geschrien hat, waren die Eltern da und die Eltern haben eine bedingungslose Akzeptanz und Liebe zum Kind, das Kind braucht sich die Liebe nicht zu verdienen, hat irgendwo das Gefühl, egal, was es macht, die Eltern nehmen es an, dann hat man ein gewisses Urvertrauen. Das ist so eine psychologische Theorie und vermutlich ist da auch einiges dran. Aber manchmal, wenn Menschen von ihren Eltern dieses Urvertrauen kriegen und diese bedingungslose Akzeptanz. Wann wird dieses Urvertrauen erschüttert? Wenn die in die Grundschule reingehen. Vielleicht sogar schon im Kindergarten. Da ist es nicht mehr so, dass die einen alle ganz besonders annehmen, sondern da bekommt dieses Urvertrauen oft einen ganz rüden Schock. Und gerade die, die eine ganz besonders beschützte Kindheit hatten und so ein bisschen blau- oder rotäugig durch die Gegend gehen, die werden dort ganz schön gehänselt und traktiert. Dann bekommt das Urvertrauen einen ganz schönen Kick. Und ich behaupte ja schon, auf die Welt zu kommen, ist ein Verletzen des Urvertrauens. Es ist eine brutale Kränkung und Schmerzzufügung ohne Gleichen. Deshalb, Urvertrauen ist nicht so absolut zu sehen, wie man das manchmal sieht. Es ist im Gegenteil, Mensch ist eine Mischung aus Urvertrauen, Vertrauen und Angst. Oder nicht? Irgendwo gehört Angst auch dazu. Und letztlich in dieser Frage hier – bewusst oder unbewusst – steckt ja auch die Angst dahinter: „Mache ich das richtig oder mache ich das falsch?“ Und Angst verleiht Flügel und motiviert irgendwo. Sie gehört zum Leben dazu und hilft uns, uns weiterzuentwickeln. Ob wir das jetzt Angst nennen oder Unruhe. Angenommen, ihr hättet bedingungsloses Nur-Vertrauen und zwar jetzt dieses Urvertrauen im Sinne von, es geht immer alles gut, dann würde man sich auch nicht irgendwie entwickeln. Außerdem geht das nicht. Es sind nicht alle Leute immer nur freundlich. Angst kann ein Schutz sein, öfters mal zu gucken, was alles schiefgehen kann und wie kann man dem vorbeugen. Die Mischung ist mehr das Wichtige. Und deshalb ist die Frage: „Kann ich das Grundvertrauen bekommen?“ Das Grundvertrauen, ich behaupte, das Grundvertrauen ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Kann ich ein Grundvertrauen bekommen? Meine Behauptung ist durchaus, ja. Das Grundvertrauen ist aber in eine höhere Wirklichkeit. Vielleicht jemand, der diese Erfahrung hatte mit den Eltern, hat schon mal gemerkt: „Auf Menschen allein kann ich mein Vertrauen nicht setzen. Meine Eltern haben dieses Vertrauen erschüttert, missbraucht.“ Wobei ich jetzt nicht weiß, ob es so schlimm war, dass dort Missbrauchserlebnisse da waren, egal, ob mit körperlicher Gewalt oder sexueller Gewalt oder andere so Sachen gibt es viel zu viel. Oder ob es das andere war, psychische Gewalt im Sinne von: „So wie du bist, ist nicht richtig und es ist schlecht und du solltest anders sein.“ Auch das ist ja eine Form, wo das weg ist. Also, dort hat man eine wichtige Lektion gelernt: „Ganz hundertprozentig kann ich auf Menschen auch nicht bauen. Ich muss mein Vertrauen auf etwas anderes gründen.“ Dieses „etwas anderes“ kann Gott sein, eine höhere Natur, und dabei gilt es auch natürlich, sich selbst anzunehmen. Angenommen, jemand ist jetzt durch diesen Mangel an Urvertrauen eben misstrauisch geworden, überlegt ständig, „was geht schief“ und selbst wenn jemand freundlich ist, überlegt dann, „wann verlässt er mich wieder“. Und dann wird das ja oft zur selbsterfüllenden Prophezeiung, wenn man nur ausreichend jemand anderem ständig unterstellt, er mag einen nicht oder er behandelt einen nicht richtig oder wird einen bald verlassen, dann wird er es irgendwann machen. Wenn man einem Menschen ausreichend oft sagt, „du willst mich nicht“, dann irgendwann verliert er auch die Lust, dort mit dem Menschen zusammen zu sein. Also, man kann sagen, es ist eine Charaktereigenschaft. Man kann auch sagen, auch diese Charaktereigenschaften, die vielleicht in der Biographie begründet sind, sind auch nicht nur schlecht, sondern vom karmischen Standpunkt aus sind auch das Eigenschaften, die man spiritualisieren kann. Man geht vielleicht mit offeneren Augen durch die Welt. Man schaut sich Sachen genauer an. Man überlegt sich die Dinge besser. Man baut nicht auf scheinbare Sicherheiten. Und wenn man dann erkennt: „Ich bin auf diese Weise zwar ein misstrauischerer Mensch geworden, vielleicht habe ich auf diese Weise ein schwierigeres Leben, vielleicht sind meine zwischenmenschlichen Beziehungen in vielerlei Hinsicht schwieriger gewesen als bei anderen, aber dafür habe ich einiges im Leben gelernt und ich habe Fähigkeiten entwickelt, die andere nicht haben, und die durchaus auch hilfreich sind für andere Menschen in meiner Umgebung.“ Hier würde so ein bisschen Selbstakzeptanz zum Urvertrauen dazukommen. Dazu würde gehören, dass man mal überlegt: „Welche positiven Eigenschaften habe ich, auch wenn ich sie bisher als nicht so positiv erlebt habe?“ Und wenn wir das dann verstehen: „So, wie ich jetzt bin, so wie ich geworden bin, mit all meinen Ecken und Kanten, so ist es letztlich auch gut und so ist es richtig. Und deshalb kann ich so weiter fortschreiten. Und weil dem so ist, kann ich ein Vertrauen haben. So wie ich geworden bin, bin ich auch geworden wegen meiner Eltern und wegen den schlimmen Erfahrungen.“ Ich muss jetzt nicht sagen: „Ich bin dankbar, dass ich diese Erfahrungen gemacht habe.“ Das wäre bei vielen Erfahrungen unsinnig, das auch nur anzudeuten, aber man kann sagen: „Ja, es ist etwas, was zu mir dazu gehört, woran ich gewachsen bin, woran ich gelernt habe. Und so bin ich zu dem geworden, der ich bin und jetzt arbeite ich an mir weiter.“ Wenn ich das erkenne, dann kann ich auch ein Vertrauen haben und es wird auch künftig so sein. Wenn man sich natürlich vergleicht zu diesen anderen, es gibt ja diese Sonnenscheinkinder. Die haben immer Vertrauen in jeden und gehen immer davon aus, alles geht gut, und irgendwo, sie werden von anderen gemocht und die sehen gar nicht, wenn andere sie hintergehen und leben so ein glückliches Leben dort. Und dann bedauert man: „Ach, wäre ich doch so.“ Aber dann sollte man tiefer überlegen, will man das wirklich? Es gibt so eine Aussage von Goethe, der hat mal gesagt: „Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.“ Das hat Goethe gesagt. Und der Goethe war ja ein manisch-depressiver. Das heißt, er hatte manische Phasen gehabt, wo er himmelhoch jauchzend, enthusiastisch, und es gab Phasen, da ist er wochenlang nicht aus dem Bett gekommen. Jetzt angenommen, man hätte Goethe Psychopharmaka zur Behandlung der manischen Depressionen gegeben, was wäre die Konsequenz gewesen? Wir hätten wahrscheinlich keinen Faust I, keinen Faust II. Und wer weiß, vielleicht war er auch ein ADS-Kind, das ist durchaus denkbar. Wie früh der von zu Hause weggelaufen ist letztlich. Wenn er dann behandelt worden wäre, dann hätten wir vielleicht noch nicht mal Prometheus gehabt: „Hier stehe ich, schaffe Menschen nach meinem Bilde. Dein nicht zu ehren, wie ich.“ Also, so ist der irgendwo aufgestanden. Zwar hat er seine Mutter über alle Maßen geliebt und gelobt – daraus nehme ich auch an, er muss Vaterkonflikte gehabt haben. Wie war es eigentlich mit dem Vater? Ich weiß es gar nicht. Aber das spielt jetzt auch nicht die große Rolle. Was ich sagen will, manchmal brauchen wir unsere biographischen Probleme, um was Gutes leisten zu können. Kennt ihr die Fernsehserie „Dr. House“? Jetzt werden manche tief enttäuscht von mir sein, denn ich schaue tatsächlich ab und zu mal fern. Und da lerne ich manchmal einiges. Da gibt es so eine Arztserie. Und das ist so ein Arzt und der ist irgendwo so halb verrückt, ist irgendwo manisch besessen von, irgendwo etwas heilen zu wollen. Er ist auch ausgesprochen unfreundlich. Er ist ein richtiger Kotzbrocken. Er hat außerdem ein Bein, das ihm ständig Schmerzen macht und das ihm ständig weh tut. Und dann hat er irgendwann ein Medikament gefunden, das kaum Nebenwirkungen hat, aber ihm den Schmerz nimmt und ihn glücklich und harmonisch macht. Und was hat er dann festgestellt? Er hat was anderes festgestellt, er hat zweimal hintereinander Fehldiagnosen gestellt. Dann hat er gewusst, damit er ein guter Arzt ist, muss er auch diese psychischen Eigenarten haben. Das, was ihn irgendwie zu einem glücklicheren Menschen machen würde, das würde ihn auch zu einem schlechteren Arzt machen. Und dann hat er gesagt, dann nimmt er kein Medikament mehr. Er nimmt es in Kauf, unglücklich zu werden und letztlich auch, seine Mitarbeiter unglücklich zu machen, die aber gerne mit ihm arbeiten, denn er ist herausfordernd. Gut, von ein oder zwei Sendungen – ich übertreibe jetzt meine Kenntnisse über Dr. House etwas. Die, die die Serie regelmäßig sehen, mögen mir verzeihen, wenn ich da vielleicht doch hypervereinfache. Aber jedenfalls diese eine Sendung fand ich dort durchaus interessant. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir uns bemühen sollten, unglücklich zu sein. Wir wollen ja im Yoga auch glücklich sein. Dennoch können wir sagen, manches, was uns unglücklich macht, ist aber etwas, was Fähigkeiten in uns entwickelt, die gut sind. Und wenn wir das verstehen, dann können wir vielleicht auch gerade mit Eltern umgehen oder anderen, die uns schlimme Erfahrungen gegeben haben. Oder ein Beispiel, das ich mal erlebt hatte: Durchaus schon zu Yoga Vidya Zeiten, da hatte ich irgendwann einen Büroleiter gehabt, in den ich viel Vertrauen hatte und da kam heraus, dass der geklaut und betrogen hatte. Und dem bin ich bis heute dankbar. Warum? Ich weiß, dass es sowas gibt. Und ich hatte vorher so ein bisschen die Illusion, ich kann Menschen so ein bisschen ansehen, ob sie unwahrhaftig sind oder nicht. Ich wusste zwar, der ist irgendwo unwahrhaftig, aber ich habe es irgendwo in einem persönlichen Bereich interpretiert, aber ich habe in ihn irgendwo Vertrauen gehabt. Gut, und dann haben wir alle möglichen Sicherheitsmaßnahmen installiert, dass das normalerweise auf die gleiche Weise nicht mehr geht. Also, wer die Überweisungen macht, der hat nicht die Karte, mit der man das freischalten kann usw. Also all das, was es vermutlich in jeder Firma irgendwo gibt. Und das war damals viel Geld, aber es war sicher erheblich weniger Geld als es heute wäre. Und so können wir also lernen. Und dann, einen Menschen auch dann noch zu lieben, im Sinne von, ihm dankbar sein zu können und irgendwo das Göttliche in ihm zu sehen, selbst wenn er einen betrogen und irgendwo Schlimmeres angetan hat, wenn man das mal hat, dann hat man großes Vertrauen.
Gut, zweite Frage hier: „Meine Eltern haben sich bis heute wenig geändert. Wie kann ich mich vor ihnen schützen? Sie sind sehr vorwurfsvoll und negativ mir gegenüber eingestellt. Ich mache in ihren Augen alles falsch.“
Jetzt hängt es von den Eltern ab und es hängt vom Menschen ab. Es hängt jetzt vom Alter ab. Wenn man jünger ist und noch mit den Eltern zusammen lebt oder leben muss, das ist eine Sache. Es gibt Menschen, die sind fünfzig, und rechtfertigen sich immer noch gegenüber ihren siebzig- oder achtzigjährigen Eltern. Dann würde ich sagen, werde erwachsen. Deine Eltern brauchen dich nicht zu verstehen. Deine Eltern brauchen nicht gutzuheißen, was du tust. Und du brauchst dich nicht zu rechtfertigen. Wenn Eltern dann hilfsbedürftig sind und vielleicht pflegebedürftig sind, dann wird man vielleicht pflegen, wenn man das kann, und man wird sich um sie kümmern. Aber wenn sie sagen, „du, warum hast du das und das nicht gemacht“, was wird man dann sagen? Nichts. Ich habe es gemacht, fertig. Nicht sagen, warum. Und wenn die einem Vorwürfe machen: „Warum hast du den und den geheiratet? Ich habe dir doch gleich gesagt, dass das schiefgeht.“ Was antwortet man im besten Fall? Danke, dass du mich wieder daran erinnerst. Gut, ich habe jetzt ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter, aber es vergeht kein Telefonat und ich telefoniere mindestens einmal die Woche, meistens zweimal die Woche, und jedes Mal gibt sie mir irgendwelche Ratschläge. Wohlmeinende Ratschläge. Und ich sage dann einfach: „Danke!“ Gut, und manchmal stellt man dann doch fest, da ist ein guter Ratschlag dabei. Aber wenn man sich ständig rechtfertigt, das bringt nichts. Ich habe jetzt den Vorteil, dass ich irgendwo Eltern habe, die inzwischen akzeptieren, was ich mache und das gut finden. Die haben das nicht immer gut gefunden, was ich mache. Die hätten es besser gefunden, wenn ich in die Firma gegangen wäre und dort ein Unternehmen geleitet hätte, als irgendwann einem indischen Meister hinterher zu rennen und orange Gewänder anzuziehen und bunte Aschen auf die Stirn und in einem Yogaraum zu schlafen oder in einem Dreibettzimmer, das eine Grundfläche von 8 qm hat, aber wo noch dazu ein Büro integriert ist. Ich stamme aus einer wohlhabenden Familie, die konnten das überhaupt nicht verstehen. Aber irgendwann habe ich gelernt, die müssen das nicht verstehen, ich brauche mich nicht zu rechtfertigen und wenn ich nicht mehr mich rechtfertige, irgendwann akzeptieren es die Eltern auch. Je mehr man versucht, verstanden zu werden, umso weniger wird man verstanden. Wenn man es nicht mehr probiert und wenn man davon ausgeht, die Eltern können nicht verstehen und gutheißen, was ich tue, und so ist es halt. Dann kann man lernen, damit umzugehen. Und die Eltern werden es dann typischerweise auch irgendwann lernen. Schwierig ist nur, wenn man anfängt, sich zu rechtfertigen. Also, da wäre mein Ratschlag, geht euren Weg, rechtfertigt euch nicht, dankt für etwaige Ratschläge und befolgt sie nur dann, wenn sie euch sinnvoll erscheinen. Und eigentlich gilt das schon, wenn ihr zwölf oder dreizehn seid. Also im Grunde genommen, wir brauchen nicht das Ok unserer Eltern. Man sagt zwar z.B., dass Männer nichts sehnsüchtiger erwarten als dass der Vater irgendwann sagt: „Junge, ich bin stolz auf dich. Das hast du richtig gemacht.“ Und falls jemand von euch Vater ist, dann sagt das mal eurem Sohn. Und eine neuere Strömung sagt, dass wollen auch die Töchter und sie wollen es auch von ihren Müttern. Jetzt könnt ihr gerade mal überlegen, diejenigen, die Eltern sind, wann habt ihr zum letzten Mal einfach eurem Kind gesagt – selbst wenn es fünfzig ist und ihr schon älter seid – „Ich bin stolz auf dich. Das hast du gut getan. Meinen Segen hast du, was auch immer du tust oder für das, was gerade du jetzt tust.“ Wann habt ihr das das letzte Mal gesagt? Wenn ihr das nicht gesagt habt in den letzten Monaten, dann macht es vielleicht mal. Anregung. Ihr kriegt kein schlechtes Karma, wenn ihr es nicht macht, aber ihr könntet das Leben von manchen etwas leichter machen. Aber das heißt nicht, dass ihr das jetzt erwarten solltet von euren Eltern. Ich bin jetzt etwas länger auf die Fragen eingegangen, aber ich glaube, es sind durchaus wichtige Fragen, die die Frage des Vertrauens betreffen.
- wird fortgesetzt -
Mitschrift eines Vortrags von Sukadev Bretz im Rahmen eines Seminars zum Thema „Vertrauen entwickeln“ bei Yoga Vidya Bad Meinberg.
Die vollständige Vortragsreihe als mp3 Audio Podcast findest du unter http://y-v.de/vertrauen-entwickeln
Yoga-Enthusiastin @ Januar 16, 2012
Die drei wichtigsten Dinge im Yoga
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Kommentar von Sukadev Bretz . Gelesen im Anschluss nach einer Meditation im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier klicken für weitere Infos zu: Seminare bei Yoga Vidya, Ayurveda, Yogalehrer Ausbildung
Alle täglichen Inspirationen mp3 mit Player zum Anhören
Yoga-Enthusiastin @ Januar 16, 2012
Wie unterscheiden sich die 4 Ebenen der Selbstverwirklichung?
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Shivakami Bretz, Leiterin der Psychologischen Yogatherapie bei Yoga Vidya in Bad Meinberg, spricht im Shivalaya Center im Seminarhaus Shanti über die vier verschiedenen Ebenen der Selbstverwirklichung und die Merkmale, an denen sie zu erkennen sind. Zum Mitmachen gibt es wieder eine Meditation. Mehr über Meditationen hier… Basis des Vortrages ist das Buch: Yoga Weisheit des Patanjali für Menschen von heute, Sutra V Dies ist der letzte Vortrag von vier (1. Wie erreiche ich Samadhi 2. Wie komme ich in Kontakt mit reinem Bewusstsein 3. Wie erreiche ich Verhaftungslosigkeit) zum Thema Raja Yoga und Psychologie. Seminare mit Shivakami findest Du hier…
Yoga-Enthusiastin @ Januar 15, 2012
Vedanta [Teil 1]: Wer bin ich?
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Vedanta ist die Philosophie des Absoluten. Vedanta stellt Fragen wie: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist wirklich?
256 Vedanta: Wer bin ich? [ 21:38 | 19.82 MB ] Player verbergen | Play in Popup | Download
Vedanta beruht auf der Philosophie der Einheit, Adwaita. In diesem Einleitungsvortrag spricht Sukadev Bretz über eine der Hauptaussagen von Vedanta: Du bist das unendliche Selbst! Und er erläutert dir, was Vedanta überhaupt heißt. Anhand der Geschichte des Löwen, der glaubte ein Schaf zu sein, macht er die Essenz von Vedanta sehr klar.
Yoga-Enthusiastin @ Januar 14, 2012
Sachen vereinfachen
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Manchmal hilft es, Sachen etwas zu vereinfachen. Und das ist z.B. in dieser bedingungslosen Advaita, die vereinfachen die Sache etwas. Man kann sagen, manchmal hilft es, Sachen zu vereinfachen. Man hat die Wahl, man bringt alles Gott dar oder nicht. Wenn man immer alles Gott darbringt, dann spielt es eh alles keine Rolle mehr, denn wir identifizieren uns nicht und kommen dann zum Höchsten. Und das kann man aus dem Jnana Yoga heraus machen oder wir können es aus dem Bhakti heraus machen. Und Bhakti und Jnana allein könnte ausreichen.
Ich mache es euch hier ein bisschen komplizierter. Denn angenommen, ihr hättet hundertprozentiges Vertrauen in euer Bhakti oder Jnana, dann stellt sich die Frage des Vertrauensentwickelns nämlich nicht, dann ist es bedingungslos da. Aber jetzt tatsächlich, die Schriften sagen schon, man hat auch Wahl, der Mensch hat einen freien Willen. Und natürlich, ich könnte mich jetzt z.B. entscheiden… Ich muss ehrlich sagen, vor dem Wochenende hatte ich gedacht, eigentlich bräuchte ich mal ein paar Tage Urlaub. Und an dem Wochenende gibt es ja ein paar Leute, die könnten das Seminar auch geben. Ich hätte die Entscheidung treffen können, nicht zum Wochenende hier zu sein. Hätte ich tun können, hätte mich keiner von abgehalten. Aber dann habe ich gedacht, es ist auch schön, zu unterrichten. Und manchmal ist, in einer netten Gruppe zu sein, der beste Urlaub. Und so habe ich dann auch eine Entscheidung getroffen. Aber ich würde jetzt nicht sagen, die Entscheidung war vorherbestimmt. Ich behaupte, ich hätte am Donnerstag sagen können, ich bin jetzt eine Woche weg, fertig. Hätte mich hier keiner gehindert. Im Gegenteil, mich hätten viele dort ermutigt, denn ich bin umgeben von freundlichen, wohlmeinenden Menschen. Vielleicht mit Ausnahme derer, die das Seminar hätten nehmen wollen, aber ansonsten… Also, diese Freiheiten haben wir. Oder ihr, es hat euch keiner gezwungen, hierher zu kommen. Ihr hättet auch noch gestern überlegen können, ihr hättet sogar jetzt noch überlegen können: „Mache ich an dem Workshop mit? Oder hier nebendran gibt es eine wunderschöne Saunalandschaft, da hätte ich ja den Nachmittag mit Schwimmen und Sauna verbringen können und wer auch ganz schön und spirituell gewesen.“ Es hat euch keiner gezwungen, hierher zu kommen. Also, wir haben schon, meine ich, immer wieder freien Willen, um Entscheidungen zu treffen.
- wird fortgesetzt -
Mitschrift eines Vortrags von Sukadev Bretz im Rahmen eines Seminars zum Thema „Vertrauen entwickeln“ bei Yoga Vidya Bad Meinberg.
Die vollständige Vortragsreihe als mp3 Audio Podcast findest du unter http://y-v.de/vertrauen-entwickeln
Yoga-Enthusiastin @ Januar 13, 2012
Wisse, Natur und Geist sind ohne Anfang – Bh.G.XIII19
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Wisse, Natur und Geist sind ohne Anfang - Bh.G. XIII 19 [ 3:13 | 2.95 MB ] Player verbergen | Play in Popup | Download
Kurzvortrag über die Bhagavad Gita von Sukadev von Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier klicken für weitere Infos zu: Seminare bei Yoga Vidya, Meditation, Ayurveda, Yogalehrer Ausbildung . Alle täglichen Inspirationen mp3 mit Player zum Anhören
Yoga-Enthusiastin @ Januar 13, 2012



